„Basis des Erfolgs ist unsere Lösungskompetenz jenseits des Standards“ - EPP

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„Basis des Erfolgs ist unsere Lösungskompetenz jenseits des Standards“

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Das Gespräch führte Doris Jetter.

„Wir sind ein Familienunternehmen und verknüpfen Tradition mit Fortschritt, um unseren Kunden optimale Lösungen zu bieten“, erklärt Matthias Fehrenbach, Sohn von Firmengründer Manfred Fehrenbach. Seit 2010 Mitglied der Geschäftsleitung, ist Matthias Fehrenbach mit verantwortlich für die Geschicke der Eutect GmbH. Gerade die Kombination langjähriger Erfahrung mit junger Dynamik und Ideen sind das Erfolgsrezept des Spezialisten für sichere Verbindungstechnik, und Grund für das anhaltende Wachstum. Das Unternehmen im schwäbischen Dußlingen zeigt, wie man es macht.
Herr Fehrenbach, wo liegen die Gründe für das stete Wachstum von Eutect? Können Sie das unseren Lesern näher erklären?
Wir sind mit unserer Firmierung nun seit fast 20 Jahren auf dem Markt, in denen wir mithilfe unserer eigenen Ideenkraft, Entwicklungen und immer wieder neuen Kundenanforderungen uns einen Namen am Markt für Aufbau und Verbindungstechnik machen durften. Unsere Marke Eutect treiben wir nicht nur mit innovativer Technik, sondern auch mit innovativem und kreativem Marketing voran. Das wohl markanteste Marketing- und Vertriebswerkzeug ist, neben unseren orangefarbenen Eutect Schuhen, unser Eutect Modulbaukasten, welcher unsere modulare AVT-Technologien transparent sowie für den Markt leichter zugänglich macht und die Varianten der modularen Lösungsmöglichkeiten simpel aufzeigt.
Wobei wir sehr stolz auf eine große Anzahl von Stammkunden bzw. Wiederholungstäter sind, die sich mit uns und wir mit ihnen weiterentwickeln. Neben einer tollen Zusammenarbeit erhalten wir gemeinsamen Know-how-Zuwachs und Freude am schwäbischen Schaffen. Wobei wir nicht nur im Schwäbischen schaffen, sondern auch mit Partnern in Süd- und Osteuropa sowie Süd-Ostasien, im Nafta und südamerikanischen Raum aktiv sind, und dort unsere Kunden begleiten sowie versorgen.
Ein weiterer Punkt unseres Erfolgs ist darin zu finden, dass wir gemeinsam mit unseren Kunden Evaluierungen machen. Also mit anderen Worten, wir entwickeln zum einen in Zusammenarbeit gemeinsam das Produkt, zum anderen aber auch den Prozess. Das schafft gemeinsame Erfahrungen und Vertrauen. Genau dies ist ja auch unser Thema: Lösungskompetenz jenseits des Standards. Sehr diffizile Produkte, die nicht mit den am Markt vorhandenen Standardanlagen produziert werden können. Das ist unsere Chance mit dem Eutect Modulbaukasten. Der Modulbaukasten befähigt uns, mit Serien- bzw. Standardmodulen eine kundenspezifische Anlage zu kombinieren, die genau auf die Bedürfnisse und Anwendungen des Kundenproduktes zugeschnitten ist. Hier sehen wir auch unsere Kernkompetenz. Aus jeder neuen Kombination entstehen neue Lösungen, so dass wir heute über ein breites Spektrum von Alternativen zurückgreifen können. Und mit steigender Anzahl der Module erhalten wir mehr Kombinationsmöglichkeiten.
Sind Sie denn auf Messen aktiv?
Ganz nach dem Motto „Tue Gutes und rede darüber“, was ich übrigens dieses Jahr am InnovationsForum in Böblingen schon sagte, sind wir seit 2011 nach längerer Pause wieder verstärkt auf Messen wie der productronica in München, Motek in Stuttgart, SMT in Nürnberg, Matelec in Madrid oder Swisstronica in Zürich, präsent. Zuvor hatten wir uns hauptsächlich auf technologische Fachkreise und Kooperationsveranstaltungen mit Unternehmen, Hochschulen und Institute konzentriert, welche weiterhin eine große Bereicherung für unser Netzwerk sowie Wissen und Innovationen sind.
Wo finden sich Ihre Kunden?
Unsere Kunden kommen hauptsächlich aus dem mitteleuropäischen Raum. Wir haben einen Exportanteil von ca. 15 % nach Südostasien, 10 % gehen an den Nafta Markt und der Rest verteilt sich auf Europa bzw. Osteuropa. Gesehen auf die Branchen liefern wir knapp 65 % im Automotive-Bereich, das verbleibende geht in die Consumer-Branche, den breiten Industriebereich sowie Telekommunikation. Gerade in der Consumer-Branche sehen wir die beste Möglichkeit für neue Kunden. Hier steigt der Qualitätsanspruch zusehends, was unseren Technologien und Prozessen entgegenkommt.
Was ist mit Technologien, Prozessen, die über die Verbindungstechnologie hinausgehen, aber dennoch benötigt werden?
Nach dem Motto „Schuster bleib bei deinen Leisten“ bleiben wir bei der selektiven Löttechnik sprich AVT, und gemäß unserem Leitsatz „Wir schaffen Verbindungen“ gehen wir Kooperationen ein.
So haben wir beispielsweise 2007 die ersten zugekauften AOI´s in unsere Rundtaktlötautomationen integriert. Jedoch waren wir erst so richtig zufrieden, als wir mit der Firma Göpel die ersten gemeinsamen Projekte realisiert, und auch einen starken Partner für den After Sales Service an unserer Seite hatten.
Übrigens präsentieren wir zu dieser Kooperation einen neuen Maschinentyp, unsere IW1 S151 EMS/AOI, auf der kommenden productronica. Eine weitere Kooperation im Bereich Lasertechnik mit Dilas werden wir dort ebenfalls präsentieren.
Sie haben vorher erwähnt, dass Eutect auf der kommenden productronica in München ebenfalls ausstellen wird. Können die Besucher denn noch mehr Neuheiten erwarten?
Auf unserem Stand 314 in Halle A4 stellen wir Neuheiten speziell für den low volume / high mix Bereich, den Anforderungen von EMS Dienstleistern, vor. Da hätten wir zwei sehr kleine Desktop-Anlagen mit knapp 0,9 m² Standfläche und von Eutect bekannten geregelten Prozessen, die schon während des Lötprozesses eine erste Aussage über die Qualität der Lötstelle machen können. Durch die geregelte Prozesstechnik werden Betriebsdaten erfasst und entweder gespeichert oder bereitgestellt, womit wir gleich Industrie 4.0 fähig sind. Ein Modell ist zum geregelten Thermodenlöten von Displays sowie für Litzen- und Jumperlötungen. Die andere Desktop-Anlage wurde für geregeltes Laserlöten mit 4 Achsen entwickelt.
Ein weiteres Highlight ist die selektive Miniwelle IW1-S151 EMS/AOI. Diese Anlage beinhaltet eine automatische Produkterkennung, was bedeutet, dass die Anlage automatisch ein Bild vom Produkt macht und auf den Screen zieht. So kann der Anwender sein Programm einfach und schnell per Hand auf dem Touchscreen erstellen, die Rüstzeit wird bei steigender Qualität minimiert. Das alles bei einer ebenfalls sehr geringen Stellfläche. Gerade Qualität in Verbindung mit Traceability und zudem geringem Platzbedarf sind ausschlaggebende Kriterien für jeden EMS Dienstleister. Nicht zu vergessen ist das Maschinenkonzept mit minimalem Service- und Wartungsaufwand. Die Maschine ist adaptiv, d.h. sie regelt sich selbst. Zusätzlich ist ein AOI von Göpel electronic in der Lötanlage integriert, was alles in allem maximale Effizienz auf minimalem Footprint verspricht. Mit diesen drei neuen Anlagentypen erhalten wir zusätzliche Standardkomplettlösungen zur Erweiterung unseres kundenspezifischen Leistungsspektrums.
Wie sind die Ziele und weitere Ausrichtung von Eutect?
Wir wollen und werden weiter wachsen und uns dazu stets innovativ weiter entwickeln. Unser Eutect Technikum wurde erweitert, so dass wir nun zwei Miniselektiv-Lötanlagen, eine Vierachs-Laserlötanlage, jeweils eine Thermoden- sowie Induktionslötanlage, eine Kolbenlötanlage sowie eine IW1S151 EMS/AOI Lötanlage stehen haben, um Kundenprojekte unter Originalbedingungen zu evaluieren. Des Weiteren steht ein Neubau für das nächste Jahr mit erweiterter Produktionsfläche inklusive Eutect Technikum mit Showroom an. Nach Fertigstellung soll die Entwicklung und Einzelmodulfertigung im alten Gebäude, im Neubau dann die Einzelmodule mit den Zellen verheiratet werden. Zur Inbetriebnahme steht für den Kunden im Eutect Technikum anschließend alles bereit. Damit steigern wir unsere Effizienz, wofür natürlich auch neue Mitarbeiter eingestellt wurden, so dass wir aktuell bei über 30 Mitarbeitern sind. Das neue Gebäude wird wie das bestehende ebenfalls wieder auf seine ganz eigene Art nicht nur für die Mitarbeiter sondern auch für die Kunden interessant sein.
Herr Fehrenbach, noch eine abschließende Frage. Sie sind nun seit 2010 fester Bestandteil der Geschäftsführung. Wo stehen Sie da und wie funktioniert die enge Zusammenarbeit zweier Generationen?
Das ist ein sehr interessantes Thema – hauptsächlich hinsichtlich der gesamten Entwicklung des Unternehmens, der Marke Eutect sowie der Unternehmensphilosophie. Als ich heute vor fast genau 12 Jahren bei meinem Vater unterschrieb war uns beiden noch nicht wirklich klar, wo uns dieses Vater-Sohn-Projekt im „blauen“ Familienunternehmen hinführen wird. Schaut man heute auf den „orangenen“ Ist-Zustand, weil beendet ist es noch lange nicht, können wir beide sehr stolz auf einander sein und sagen, dass wir viel voneinander gelernt und uns stets respektvoll ergänzt sowie korrigiert haben. So haben wir uns zum einen von einer Alpha-Kultur mit Abteilungen zu einer Beta-Kultur mit Teams, flachen Hierarchien sowie direkter transparenter Kommunikation, und zum anderen von einem klassischen Maschinenbauunternehmen zu einem Mechatronik lebenden Unternehmen, weiter entwickelt. Aber dabei immer die Nachhaltigkeit und Entwicklung unserer Mitarbeiter im Fokus habend. Wobei ich auch abschließend sagen möchte, dass wir, meine Kolleginnen und Kollegen dies der technikverliebten Toleranz meines Vaters und seiner Freude an Innovation und Neuem zu verdanken haben. (dj)
Gemäß unserem Leitsatz „Wir schaffen Verbindungen“ gehen wir Kooperationen ein. Matthias Fehrenbach
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