Energiesystem der Zukunft

Integrated Energy – die integrierte Energiewende

Energiesystem der Zukunft

Energiesystem
„Das Konzept für die Leitmesse Energy ist so ausgerichtet, dass die Akteure der breitgefächerten Energiewirtschaft im konstruktiven Dialog zu zukunftsfähigen und klugen Lösungen finden können“, sagte Benjamin Low, Global Director Energy bei der Hannover Messe, beim Presse-Roundtable in Frankfurt. Foto: Deutsche Messe AG
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Hocheffizient, erneuerbar und digital: Das Energiesystem der Zukunft wird eine vollkommen andere Gestalt annehmen als das heutige. Wohin die Reise gehen wird, zeigten auf der diesjährigen Leitmesse Energy im Rahmen der Hannover Messe mehr als 1.200 Aussteller, davon 60 Prozent aus dem Ausland. Es wurden vielfältige Lösungsansätze für eine intelligente Energiewirtschaft gezeigt. Dabei reichten die Technologien von dezentraler Energieversorgung und Windenergie über Wasserstoffproduktion, Sektorkopplung, Speicherung, Energieeffizienz, Elektromobilität bis hin zu Smart Grids.
Im Mittelpunkt stand in diesem Jahr erneut die Integrated Energy Plaza. Die Plaza ist eine Kombination aus Forum, Ausstellern und interaktiven Exponaten. Inhaltliche Schwerpunkte sind die Digitalisierung der Energiewende, virtuelle Kraftwerke, Sektorkopplung sowie innovative Speicherlösungen. Vorgestellt wurden unter anderem aktuelle Kopernikus-Projekte für die Energiewende, dabei handelt es sich um eine Förderinitiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, sowie aktuelle Projekte des Förderprogramms „Schaufenster intelligente Energie – Digitale Agenda für die Energiewende“ (SINTEG), das im Februar 2015 vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gestartet wurde.
„Für ein zukunftsfähiges Energiesystem geht es um mehr, als alle Sektoren pauschal zu elektrifizieren. Wir brauchen Integrated Energy, also eine integrierte Energiewende. Es geht um ein optimiertes Zusammenspiel der unterschiedlichen Akteure und Technologien über alle Sektoren hinweg. Auf der Integrated Energy Plaza demonstrieren Unternehmen, wie sich das in der Praxis realisieren lässt. Mit unserer gerade gestarteten Leitstudie zur Gestaltung der ,integrierten Energiewende’ zeigen wir die Rahmenbedingungen, um den Prozess in Zukunft mit wirtschaftlichem Erfolg zu verknüpfen“, sagte Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der dena.
Prof. Dr. Veit Hagenmeyer vom Institut für Angewandte Informatik am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) sieht vor allem in der „Transformation von einem zentralen zu einem stärker dezentralen Energiesystem“ die entscheidende Herausforderung auf dem Weg zu einer „sicheren, bezahlbaren und sauberen Energieversorgung“ von morgen. Denn die Erschließung erneuerbarer Energien bei der Stromerzeugung komme „einer Aberntung von Energie in der geografischen Fläche gleich“. Das KIT stellt sich den anstehenden Forschungsaufgaben im Rahmen der Energiewende. Seine Forderung ist deutlich: „In der Zukunft muss die zeitweise überschüssige erneuerbare Energie durch Speicherung zum Teil in anderen Energieträgern, Demand-Side-Management und Netzmanagement nutzbar gemacht werden“. Darüber hinaus verspricht die Umwandlung in andere Energieträger, wie beispielsweise großskalierte Elektrolyse-Systeme zur Herstellung von Wasserstoff aus überschüssigem Wind- und Solarstrom und weitere Prozessrouten für Power-to-Liquid und Power-to-Chemicals, großes Potenzial.
Dass dabei leistungsfähige Netzstrukturen die Basis für zukünftige Energiesysteme sein werden, demonstrierte der Weltmarktführer für Energie- und Telekommunikationskabel, die Prysmian Group, auf der diesjährigen Integrated Energy Plaza. „Eine der großen Herausforderungen ist nach wie vor die zuverlässige Einspeisung und Übertragung von erneuerbarer Energie. Den Wandel von der zentralen hin zur dezentralen Energieerzeugung begleiten wir mit unseren Produkten auf allen Ebenen effektiv. Dabei sind besonders HGÜ-Kabelverbindungen Schlüsselkomponenten nachhaltiger Energiesysteme, da sie als umweltverträglichere Alternative zu Freileitungen die Übertragung großer Strommengen über weite, oft länderübergreifende Distanzen ermöglichen“, sagte Hans Koch, Geschäftsführer der Prysmian Group Deutschland; und fügte hinzu: „Im Mittelpunkt stehen aber auch Hoch-, Mittel- und Niederspannungskabel zur Energieverteilung bis in die Haushalte sowie Kabel für die Netzanbindung von On- und Offshore-Windparks.“
Kein Zweifel, ohne Vernetzung, physisch wie aber auch informationstechnisch, wird die eingeläutete Energiewende nicht zu meistern sein. „Dies erfordert mehr denn je ein integrales Systemdenken“, unterstrich Benjamin Low, Global Director Energy bei der Hannover Messe. „Daher ist unser Konzept für die Leitmesse Energy so ausgerichtet, dass die Akteure der breitgefächerten Energiewirtschaft im konstruktiven Dialog zu zukunftsfähigen und klugen Lösungen finden können.“
Dabei steht die Digitalisierung im Mittelpunkt. Alf Henryk Wulf, Vorstandsvorsitzender der GE Power AG: „Im Rahmen der Digitalisierung befassen sich derzeit alle Branchen mit digitalen Technologien, um durch die Vernetzung von Assets und die Analyse von Daten Wettbewerbsvorteile zu erlangen. Mit dem Betriebssystem Predix hat GE eine Plattform für die digitale Transformation des Industrial Internet bereitgestellt. Die Software-Plattform wurde externen Nutzern vor einem Jahr zugänglich gemacht und wird inzwischen von über 23.000 Entwicklern weltweit genutzt. Die Digitalisierung der Energiewirtschaft wird den stabilen Einsatz der Assets des gesamten Systems – von der Stromerzeugung aus unterschiedlichen Energiequellen, der Übertragung und Speicherung bis hin zum Verbrauch – effizienter machen.“
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