Lötspezialist mit Roadshow erfolgreich unterwegs - EPP

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Lötspezialist mit Roadshow erfolgreich unterwegs

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Mit dem Slogan „Ersa Technology & Hands on Tour 2012 – Drucken, Selektivlöten, Rework“ hatte Ersa, führender Hersteller von Lötsystemen, Kunden und interessierte Fachleute aus der Branche zur Roadshow eingeladen. An fünf Standorten in Deutschland und in Wien bot das Unternehmen den Teilnehmern im Oktober und November einen attraktiven Mix aus Theorie in Form von Fachvorträgen, und Praxis mit „Hands-On-Maschinen“ vor Ort. Für den Theorieteil hatte der Veranstalter neben den eigenen Prozessspezialisten auch Referenten von Lotpasten- und Schablonenherstellern für Fachvorträge gewinnen können. Ein Versaprint Schablonendrucker S1, die Selektivlötanlage Ecoselect 1 und das Rework-System HR600 waren für den Praxisteil im Gepäck.

Mit knapp 200 Teilnehmen an den Standorten Itzehoe, Delbrück, Wertheim, München, Radolfzell und Wien war die Veranstaltung ein voller Erfolg. Vom Entwickler und Prozessingenieur, über Betriebs- und Fertigungsleiter, bis zum Linienverantwortlichen kamen die Teilnehmer aus den unterschiedlichsten Geschäftsbereichen. In ihrer durchweg positiven Bewertung der Veranstaltung waren sich alle einig: Die Kombination aus Theorie und Praxis stellt eine willkommene Alternative zu herkömmlichen Technologie-Tagen dar, und die bunte Mischung aus den verschiedenen Bereichen und damit unterschiedlichen Aufgabengebieten einer modernen Fertigung führte auch zu regen Diskussionen und fruchtbarem Erfahrungsaustausch. Im Programmablauf wurde jeweils am Vormittag über „Herausforderung und neue Trends in der Baugruppenfertigung“ referiert und am Nachmittag dann gezielt drei kritische Prozessschritte an praktischen Beispielen untersucht. Warum die richtige Auswahl einer Metallschablone so enorm wichtig ist und welche Parameter zu guten Druckergebnissen führen, wurde im Vortrag der Firma Christian Koenen GmbH, einer der führenden Hersteller von Hightech-Schablonen aufgezeigt. Eine enge Zusammenarbeit zwischen Kunde und Schablonenhersteller ist hier besonders zielführend und erspart unliebsame Überraschungen. Auch der Reflow-Prozess, als vermeintlich einfachster Kernprozess einer SMD-Linie, darf nicht vernachlässigt werden. Wie wichtig ein stabiler Prozess und eine zuverlässig funktionierende Anlage sind, wurde im Reflow-Part des Ersa-Referenten offensichtlich. Der Einsatz der richtigen Lotlegierung kann erheblich Kosten einsparen. Dass sich eine Überprüfung sehr schnell rechnen kann, zeigte die Präsentation des Metallurgen von Alpha Metals deutlich auf. Immer noch stark im Aufschwung ist der selektive Lötprozess. Anforderungen und Risiken, auch gegenüber dem Wellenlöten oder Prozessen wie „Pin-in-Paste“, wurden betrachtet und bewertet. Komplettiert wurden die Präsentationen durch die Betrachtung des Rework-Prozesses und seiner besonderen Verantwortung, dass sich reparierte Baugruppen sich nicht von originär produzierten unterscheiden dürfen.
Ebenfalls vielfach diskutiert ist der sinnvolle Einsatz von AOI-Systemen in der SMD-Linie. Eine mögliche Lösung hierfür stellt die Baureihe der Versaprint-Lotpastendrucker mit eingebautem AOI-System dar. Durch die Verwendung einer Zeilenkamera und damit vollflächiger Aufnahme sowohl des Drucks als auch der Metallschablone, wird hier eine 100%-Prüfung im Linientakt möglich. Fehler sind sofort erkennbar, und eine Aussage über die Qualität kann direkt erfolgen. Außerdem kann, wenn nötig, der Druck vollautomatisch korrigiert werden und die Schablone automatisch, unabhängig der eingestellten Intervalle, gereinigt werden. Bei der „Hands-On“-Präsentation wurde diese Funktionalität eindrucksvoll vorgeführt und die Roadshow -Teilnehmer konnten sich davon überzeugen, wie einfach und effektiv das System arbeitet. Da das Selektivlöten bisher noch nicht in allen Fertigungen Einzug gehalten hat, war das Interesse hierzu erwartungsgemäß besonders groß. Mit der Ecoselect 1 wurde den Teilnehmern das jüngste und kleinste Mitglied im Kreis der Selektivlötanlagen des Unternehmens präsentiert. Gerade für kleine und Unternehmen mittlerer Größe, die nur wenige Baugruppen zu löten haben, ist dies die ideale Einstiegsmaschine. Dass sie auf dem Weg ist, eine ganz Große zu werden, bestätigten auch die Teilnehmer, die den gesamten Lötvorgang über die eingebaute Kamera live mitverfolgen und sich von der Leistungsfähigkeit der Anlage überzeugen konnten. Großes Interesse erfuhr auch das vorgestellte Reworksystem HR600. Das neue Flaggschiff des Rework-Portfolios vereint die Vorteile einer manuellen Kontrolle und automatischer Umsetzung einzelner Prozessschritte. Dass Reparaturgelötet wird, publizieren Unternehmen nicht gerne. Gleichwohl ist es für viele Fertigungen eine tägliche Herausforderung und immer wieder ein Abwägen von Kosten, fehl bestückte oder beschädigte Bauelemente auszutauschen. Der Markt erwartet automatisierte Reworksysteme mit sicheren und wiederholbaren Prozessparametern. Am Ende darf es keinen Unterschied geben zwischen einer „original“ und einer Reworkbaugruppe. Genau dies konnte bei der Roadshow eindrucksvoll vorführt werden.
Die Veranstaltung machte wieder deutlich, dass Kunden eine umfangreiche Prozess-, Schulungs- und Servicebetreuung erwarten, die weit über den reinen Verkauf von Maschinen und Systemen hinausgeht. Es wurden Wünsche aus dem Kreis der Teilnehmer geäußert, ähnliche Technologieveranstaltungen bei Unternehmen im Applikationszentrum für einzelne Kunden exklusiv durchzuführen. Ein Angebot, welches man bereits seit Jahren erfolgreich mit namhaften Kunden, beispielsweise aus der Automobilindustrie, umsetzt. Für 2013 ist jedenfalls bereits eine internationale Roadshow mit den Schwerpunkten „Lötstationen und Reworksysteme“ geplant. Die Termine hierfür werden im ersten Quartal 2013 auf der Website veröffentlicht.
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