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Herr Lauber, steht es um Siplace so schlecht, dass sich Siemens davon trennen will?

Nein, das Gegenteil trifft zu. Auch während des von mir verantworteten letzten Jahres hat das Siplace-Team gut und erfolgreich gearbeitet. Wir konnten unsere sowieso großen Marktanteile in Deutschland und in Europa nochmals steigern. Unser Asien-Geschäft wächst vielversprechend – wir sind auch hier gut unterwegs. Wir haben außerdem beispielsweise mit der Siplace X4i das schnellste Bestücksystem – bezogen auf die reale Leistung – eingeführt und mit der Compare-Initiative extrem positive Reaktionen bei Kunden, Branchenexperten und Analysten hervorgerufen. Die Restrukturierung des globalen Siplace-Teams hat uns deutlich schlanker und fitter gemacht. Um weltweit noch flexibler und kundenorientierter auftreten zu können, um noch innovativer und noch kostenbewusster zu sein, mussten wir einige interne Änderungen vornehmen. Diese wurden in enger Abstimmung mit dem globalen Führungsteam erfolgreich eingeleitet und umgesetzt.
Und Siemens steht nach wie vor hinter seiner Tochter Electronics Assembly Systems?
Ja, aber sicher. Jetzt unterstützt uns die Siemens AG in unseren Anstrengungen der Restrukturierung, worüber wir sehr erfreut sind. Wir werden eine rechtlich eigenständige Einheit unter dem Dach der Siemens AG, anstatt eine übliche Business Unit wie bisher, die sich in die allgemeinen Strukturen einfügen muss. Das bedeutet, wir erlangen in unserem Geschäftsfeld Elektronikfertigung noch größere Freiheit und Flexibilität. Jetzt können wir viele Themen der Optimierung angehen, die eigentlich erst auf unserer Agenda für die nächsten Jahre standen, um uns für die Zukunft und den globalen Wettbewerb zu rüsten.
Wie sieht das Siplace-Team die Veränderungen?
Für mich sowie für das ganze Siplace-Team birgt diese Entscheidung große Chancen. Eine unabhängige EA in einer neuen Geschäftsform kann deutlich schlagkräftiger, effektiver und noch kundenorientierter werden. Das Siplace-Team ist anerkannt führend im Markt sowie bei Innovationen in der Bestücktechnik, wir sind eine viel beachtete Größe in der Industrie. Diese Position werden wir noch deutlich weiter ausbauen, sei es allein oder in Partnerschaft mit anderen Unternehmen.
Welche Veränderungen können Ihre Kunden erwarten?
Durch unsere Eigenständigkeit im Geschäftsfeld ändert sich nichts an unseren weltweit hervorragenden Kundenbeziehungen. Unsere global präsente Vertriebsorganisation mit den erfahrenen Siplace-Partnern wird auch wie bisher lokal sehr nah am Kunden sein. Durch die Eigenständigkeit werden unsere Wege jedoch deutlich kürzer. Prozesse, die in einem Großkonzern notwendig sind, auf die ein mittelständisches Unternehmen jedoch verzichten kann, werden Schritt für Schritt abgebaut.
Wir sind also in unserer neuen Struktur als Mittelstandsunternehmen noch einmal deutlich effektiver. Unsere Kunden nehmen uns ohnehin viel mehr als das globale Siplace-Team wahr denn als den Konzern Siemens. Wir waren schon seit der Gründung eine Firma innerhalb der Firma.
Selbstverständlich haben wir vom Siemens Setup in den verschiedenen Ländern profitiert – und das geht auch so weiter. Oftmals waren wir und unsere Kunden aber auch durch die komplexen Prozesse eingeschränkt, die auf unser Geschäft nicht recht passen. Ich meine, wir haben jetzt das Beste aus zwei Welten: Arbeiten unter dem Dach des Weltkonzerns sowie die Freiheiten und die Flexibilität eines mittelständischen Unternehmens. Und das wird sich zum Vorteile der nachweisbar bekanntesten und besten Marke der gesamten SMT-Industrie und deren Kunden erweisen.
Sind noch weitere Änderungen zu erwarten?
Nein. Die Struktur mit unserer Zentrale in München und den regionalen Headquarters in Norcross für Amerikas, Singapur für Südasien und Schanghai für Nordasien hat sich bewährt und wird beibehalten. Eine solche Struktur ist innerhalb Siemens nicht üblich, war aber für unser Geschäft immer sinnvoll. Wir werden außerdem natürlich unser engmaschiges Sales- und Service-Netz pflegen. Wir sind fest davon überzeugt, dass unsere erfahrenen Siplace-Mitarbeiter genau den entscheidenden Unterschied ausmachen, auf den unsere Kunden viel Wert legen. Und diese Mitarbeiter werden künftig noch schneller und noch flexibler. Das Siplace-Management hat schon seit längerem eine solche Eigenständigkeit unter dem Dach der Siemens AG als wünschenswerte Option angesehen. Das gesamte globale Siplace-Team freut sich über die Entwicklungen und treibt die nötigen Änderungen voran. (gbw)
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