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Risiko und Weitblick im Weltmarkt

Seit 20 Jahren Montage- und Fertigungsanlagen von Schiller
Risiko und Weitblick im Weltmarkt

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20 Jahre sind in der Mikroelektronik eine lange Zeit. Als Sieghard Schiller 1978 sein Unternehmen in Sonnenbühl-Genkingen auf der schwäbischen Alb startete, wären Marktführer-Ambitionen vermessen gewesen, heute ist das Realität. „Wir haben uns einer Herausforderung nach der anderen gestellt und bewältigt“, erklärt der Entrepreneur.

Zu Beginn fertigte Sieghard Schiller (übrigens ein Berliner) im Kundenauftrag Teile sowie Vorrichtungen zur Herstellung elektronischer Schaltungen – sprichwörtlich im Keller. Dann kam die erste große Herausforderung: 1981 begann die Kooperation mit einem amerikanischen Hersteller von Anlagen zur Waferbearbeitung. In der Folge zog man um in ein größeres Gebäude und stellte weitere Mitarbeiter ein. Gleichzeitig entwickelte man das erste eigene Transportsystem für die Elektronikfertigung und wuchs auf über 40 Mitarbeiter an. Weitere eigene Maschinen folgten, sie wurden hauptsächlich in Deutschland vertrieben.

Ab 1988 orientierte sich das Unternehmen in andere Märkte. Die Entwicklungsabteilung wurde vergrößert, man baute Automatisierungsanlagen sowie einen Montageroboter für elektronische Komponenten. Der Firmengründer: „Er bildet auch heute noch – allerdings in weiterentwickelter Form – die Basis für den größten Teil unseres Umsatzes“. 1991 wurde ein „kleiner Bruder“ des Montageroboters zum Auftragen von Klebstoffen, Dichtmaterialien oder Schutzlacken entwickelt – der Dispenser ist weit über 100mal installiert. Zur gleichen Zeit baute man die erste Belackungsanlage für Compact Disks, heute sind über 200 Belacker weltweit im Einsatz.
Das Unternehmen wuchs dabei stetig, 1993 erreichte man 100 Mitarbeiter. In Thüringen entstand Schiller + Uhr, der Sondermaschinenbauer beschäftigt über 200 Leute. 1994 begann man mit der Entwicklung von Automatisierungsanlagen für die LCD-Fertigung. Damit entstand ein weiterer Bereich, in dem die Unternehmensexpertise in aussichtsichtsreichen Produkten umgesetzt werden kann. Auch begann man in diesem Jahr die Zusammenarbeit mit einem Hersteller für Harddisk-Beschichtungsanlagen. Tochter Guni Schiller, verantwortlich für Marketing: „Noch heute fertigen wir für diesen Kunden Be- und Entladeanlagen“. Auch hier sind mittlerweile über 100 Systeme weltweit in Reinräumen großer Festplattenhersteller installiert.
1996 schließlich wurde ein flexibles Montagekonzept entwickelt, das durch Standardisierung die Produktion vereinfacht. Durch relativ einfache Umrüstung und geringen Mehraufwand können damit auch nachträglich Fertigungsstraßen erweitert und Produktionsstückzahlen erhöht werden. Das fortlaufende Firmenwachstum verlangte noch mehr Platz, kürzlich wurde ein Neubau fertiggestellt. Rund 200 Beschäftigte sind unterzubringen, davon 35 % in Entwicklung und Projektierung, 45 % in der Produktion sowie 20 % in Vertrieb, Materialwirtschaft und Verwaltung. Und natürlich verlangt die Herstellung von großen Fertigungsanlagen auch entsprechende Räume.
Vier Geschäftsbereiche sorgen nun für hohe Kundennähe, sie entwickeln und fertigen Systeme für sehr unterschiedliche Märkte bzw. Anwendungen. Guni Schiller: „Jeder Bereich hat mindestens ein Produkt, das zukunftsweisend ist. So sichern wir bestehende und schaffen neue Arbeitsplätze.“ Diese Geschäftsbereiche sind:
Mikroelektronikmontage – Der größte Bereich (ca. 50 % vom Schiller-Umsatz) entwickelt und fertigt Anlagen zur Herstellung von Mikroelektronik.
Dickschicht/Hybrid/Flat Panel – Dieses Team automatisiert Prozesse rund um die Herstellung von Schaltungen auf Keramiksubstraten.
Dispensing – Ein kleines Team fertigt Dispensroboter zum Auftragen von Klebstoffen, Dichtungsmaterial, Schutzlacken usw.
Pro Media – ein stark wachsendes Team automatisiert Prozesse in der Herstellung von CD/CD-ROMs, Harddisks und ähnlichen Datenträgern.
„Unsere Kunden sind weltweit tätige Unternehmen“, verdeutlicht der Firmengründer. „ Der direkte Exportanteil beträgt etwa 30 % mit steigender Tendenz, deshalb sind in Schlüsselmärkten eigene Niederlassungen nötig, zudem arbeitet man natürlich auch mit Repräsentanten. „Wir arbeiten seit Jahren in europäischen Ländern mit Handelsvertretungen, und bedienen andere Länder direkt“. Als erste Auslandsniederlassung wurde kürzlich die Schiller Automation Systems, Atlanta, Georgia, in den USA gegründet. Weitere Aktivitäten in Asien werden folgen, wobei in allen relevanten Industrieländern dort bereits Systeme installiert sind.
In all der Zeit konnte sich die Firma auf überdurchschnittlich engagierte Mitarbeiter stützen. Dabei werde Teamarbeit großgeschrieben, in einem kollegialem Umfeld finden Ideen, Kreativität und Innovation ein gutes Klima. Das ist für das Unternehmen und seine Mitarbeiter vorteilhaft, „doch vor allem für unsere Kunden, die sich in Qualität und Service auf uns verlassen können“, sagt man bei Schiller. (gbw)
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