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Rund ums Löten

Jens Hoefer, Geschäftsführer factronix Gmbh, über die Neuheiten im Unternehmen
Rund ums Löten

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Die Technologie rund ums Löten hat sich factronix auf die Fahne geschrieben und bietet neben fachkompetenter Beratung, hochqualitativen Geräten und Verbrauchsmaterialien eine partnerschaftliche Betreuung inklusive eines zuverlässigen Service. Löten, als hochkomplexer, aus vielzähligen Faktoren bestehender, Prozess ist ständigen Änderungen unterworfen. Mit breit gefächertem und langjährigem Know-how ist das Unternehmen in der Lage, auch neue Technologien effizient umzusetzen, und kann dem Trend der Miniaturisierung bei stets wachsenden Qualitätsansprüchen gerecht werden. Dem nicht genug, hat sich das Unternehmen nun vergrößert und bietet in neuen Räumen auch Democenter nebst Schulung an. Wir haben uns mit dem Geschäftsführer Jens Hoefer unterhalten, um mehr darüber zu erfahren.

Herr Hoefer, das Unternehmen ist jüngst nach Wörthsee umgezogen. Warum ?

Als wir vor 7 ½ Jahren die factronix GmbH gründeten, konnte niemand die Entwicklung genau vorausahnen. Dennoch waren wir sehr frühzeitig frei von Zweifel, wegen der Dynamik des Geschäftsverlaufes. Natürlich sind wir in zumindest „lauwarmes Wasser“ gesprungen, sicherlich auch wegen der damals 20-jährigen Erfahrung in der Distribution von Systemen in der deutschsprachigen Elektronikindustrie. Wir wollten nie ein „Bauchladen“ werden, und ich denke, die Mischung des Portfolios, bestehend aus Systemen, Dienstleistung und Verbrauchsmaterialien, hat uns über die Jahre nicht nur stabil gehalten, sondern auch gesundes Wachstum beschert. Diese Entwicklungen brauchen zum einen Platz, zum anderen konnten wir am alten Standort das Lastenhandling nicht mehr ordentlich gewährleisten. Wir sind jetzt aktuell 8 Mitarbeiter und verfügen nun über 400m2 Fläche in Wörtsee-Etterschlag für Vertrieb, Service, Lager, Demo und Schulung.
Wie sieht der Demobe- reich genau aus und welche neuen Partner kamen aktuell ins Boot ?
Seit letztem Jahr sind wir der neue Master-Distributor in Deutschland für Pace Inc. USA, ein bekannter Hersteller von allen erdenklichen Geräten rund um die Löttechnik. Den wohl wichtigsten Neuzugang allerdings stellen die Röntgeninspektionssysteme der Firma Nikon dar. Dieser „Global Player“ fühlt sich offensichtlich im Oberbayerischen 5-Seen-Land bestens repräsentiert, was sicherlich für uns viele Verpflichtungen mit sich bringt, um Vertrieb und Service rund laufen zu lassen. Genau hierfür konnten wir Herrn Stefan Theil als neuen Produktmanager gewinnen, der jetzt schon viel Professionalität und Engagement in die neue Nikon-Linie investiert. Interessenten und Kunden können im Democenter eine riesige Bandbreite von Systemen ausführlich testen: Trockenlagerschränke, Löt-/Entlötgeräte, Schablonendrucker, Bestückungsautomaten, Reflow-Öfen, Video-Mikroskope, BGA-Reworksysteme, Xray-Inspektion, u.v.m. Unsere Pick&Place-Systeme vom Partner Mechatronika zielen speziell auf Prototyping und Kleinserien ab, und bieten in diesem Segment aus unserer Sicht das beste Preis-Leistungs-Verhältnis auf dem Markt. Obwohl wir hier mit sehr langen Lieferzeiten seitens des Werkes konfrontiert sind, können wir fast immer sofort liefern. Dies haben wir unserer proaktiver Disposition und entsprechenden Lagerbeständen zu verdanken. Mit der Röntgeninspektion (Nikon XTV160) wollen wir auch aktiv in die Dienstleistung gehen und unseren Kunden „tiefe Ein- blicke“ in die Baugruppen- qualität verschaffen. Erfahrungsgemäß geht es hierbei hauptsächlich um die Anbindungsqualität von BGA- und allen leadless Bauteilen, wie QFN, LGA, LCC, etc.. Zudem fallen auch immer wieder die Leiterplatte an sich (z.B. DK-Hülsen zu dünnwandig + gerissen) oder mangelhafte THT-Verbindungen, auf.
Was ist unter den Schulungen zu verstehen ?
Ab September 2014 planen wir, regelmäßige Veranstaltungen unter dem Namen „Rework- und Inspectiondays“ anzubieten. Die Seminarräume bieten zwar eine Kapazität bis max. 50 Personen, wir wollen uns aber bei rund 20 Teilnehmern einpendeln, um auf individuelle Fragen besser eingehen zu können. Wir möchten den Teilnehmer vermitteln, wie sie selber die Baugruppenreparaturen sicher beherrschen können, wann sie unsere Refreshing-Dienstleistung für IC´s nutzen sollten (z. B. BGA-Laser-Reballing) und wie das Reworkresultat nach IPC inspiziert und bewertet werden kann.
Was muss man sich unter der Dienstleistung rund ums Bauteil vorstellen ? Gibt es Alleinstellungsmerkmale?
Mein CTO und ich sind ja schon seit 2001 mit Retronix in Schottland verbunden. Unserer Kenntnis nach müsste das Unternehmen die Nr. 1 weltweit auf diesem Sektor sein. Hierfür sind maßgeblich das Equipment und die qualitativen Ansprüche ausschlaggebend. Zu den Standards gehört ja immer schon: Refreshing auf Grund von Oxidationsschaden, Pins maschinell ausrichten und automatisch optisch vermessen, Umlegieren jeglicher Bauteile in beide Richtungen (vermehrt jedoch zurück auf bleihaltig), BGA-Laser-Reballing, sowie Testen von ICs bei Plagiatverdacht, bzw. nicht belegbarer Herkunft. Neu ist allerdings ebenfalls unser sogenannter Zero-Reflow-IC-Recycling-Prozess. Wir haben uns zusammen mit Retronix jahrelang Gedanken zu den thermischen Zyklen während des Refreshings Gedanken gemacht, was uns zur Eigenentwicklung einiger bahnbrechender Systeme brachte. Über allem steht natürlich die Obsoleszenz-Problematik der Bauteile, die neben den Rohstoffnotierungen mit die größten Probleme in der Elektronikfertigung darstellt. Nehmen wir mal das Recycling von schon montierten Bauteilen. Wir können mittlerweile bei jedem Prozess-Schritt relevante, thermische Belastungen für die Komponenten ausschließen. Schonendes Ablöten ohne Oberhitze, berührungsloses Altlotentfernen bei BGAs, Laser-Reballing, etc. Wir haben Hunderte Test-ICs im Die gemessen und konnten Prozessbedingt keine relevanten Temperaturen nachweisen. Das Tempern aller eingeschickten Bauteile und EGB-gerechtes Handling sind immer Standard.
Herr Hoefer, vielen Dank für Ihre Zeit.
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