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Software macht´s möglich

Durchsatzerhöhung beim Test von LCD-Treiber-ICs ohne Erweiterung der Hardware
Software macht´s möglich

Bild: T6372 LCD Treiber Testsystem
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Bei Testsystemen für LCD-Treiber-ICs hat Advantest einen Anteil von über 60 %. Bei LCDs (Liquid Crystal Displays) unterscheidet man zwischen kleinen Panels und großen Bildschirmen in Monitoren oder in LCD-Fernsehern. Da die Nachfrage nach kleinen und großen LCD-Bildschirmen weiterhin im zweistelligen Bereich wachsen dürfte, wird auch der Bedarf an erforderlichen Treiber-ICs bei gleichzeitig wachsendem Kostendruck steigen.

Jens Palme, Advantest, München

Zur Reduzierung der Kosten beim Test von LCD-Treibern hat Advantest ein Softwareverfahren entwickelt, mit dem sich der Durchsatz ohne Erweiterung der Testerhardware steigern lässt.
Neues Softwarekonzept zur Durchsatzsteigerung
Das Softwarekonzept „free-pin-assignment“ wurde für die Testerplattform T 6372/62 (Bild) entwickelt. Einige Kenngrößen des Testsystems sind:
  • LCD-Kanäle: 1536 (max.)
  • Digitalumsetzer: 192 (max.)
  • digitale Kanäle: 256 (max.)
  • Frequenz: 250 (437.5) MHz (T6372)
  • Datenrate: 875 Mbps (max.)
  • Paralleltest: 4, bei Nutzung des neuen Softwarekonzepts 16 (max.)
Durch „Free-pin-assignment“ ist es möglich, je nach Kanalzahl des Prüflings bis zu 16 LCD-Treiber-ICs parallel zu testen. Die Software ermöglicht, dass die im Testsystem vorhandenen Mess- und Versorgungskomponenten für die digitalen Treiber/Komparatoren und Referenzquellen sowie die Messeinheiten für die analogen Ausgangsseiten der LCD-Treiber den Prüflingskanälen frei zugeordnet werden können. Das Konzept setzt somit bei der Definition der Zuordnung der Testerkanäle zu den Prüflingskanälen an, wobei das Testbaustein-Interface-Board weitgehend frei definiert werden kann. Hierdurch werden die Signalzuordnung und Boardverdrahtung optimiert und das Boardlayout vereinfacht. Testprogrammseitig wird der Test wie bisher nur für einen Prüfling konzipiert und danach mit recht geringem Programmieraufwand bis auf 16 Bauteile erweitert. Der Testablauf wird dann von der Software so gesteuert, dass alle Bausteine gleichzeitig getestet und ausgewertet werden.
Anwendungsbereiche für das neue Konzept
Der maximal mögliche Paralleltest von 16 ICs ist natürlich nur möglich bei LCD-Treibern mit entsprechend geringer LCD-Kanalzahl oder bei zukünftigen ICs mit integriertem Selbsttest, wenn dadurch die Anzahl der zu testenden LCD-Ausgänge reduziert wird. Vorhandene Testprogramme mit maximal vierfach parallelem Testaufbau können auch weiterhin in dieser Form eingesetzt werden.
Ein weiterer Vorteil des „Free-pin-assignment“ ist, dass existierende Testpattern nicht umgebaut werden müssen und dass eine Erweiterung auf mehr als vierfach parallelen Test nur geringfügige Änderungen im Testprogramm erfordert.
Zusammenfassung
Die Vorteile des neuen Testkonzepts „Free-pin-assignment“ für Anwender der Testerplattform T6372/62 sind:
  • freie Zuordnung der Testerressourcen zu den Testbausteinkanälen für digitale und analoge Signale
  • weitgehend freie Layoutgestaltung des Testbaustein-Interface-Boards
  • weitere Nutzung bereits bestehender Testpatterns
  • einfache Erweiterung existierender Testprogramme
  • Erhöhung der Paralleltestfähigkeit bis maximal 16 Prüflinge ohne Erweiterung der Testerhardware .
Die Ingenieursgruppe von Advantest Europe in München ist gerne bereit Kundenanforderungen zur Erhöhung der Paralleltestfähigkeit bei LCD-Treiber-ICs zu untersuchen und gegebenenfalls technisch zu realisieren.
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