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Wie Sie sich stilvoll im virtuellen Raum bewegen

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Soziale Medien bieten neuartige Chancen zur Kommunikation, zur Selbstdarstellung und zur Unterhaltung. Sie bergen aber auch Risiken. Wer sich ungeschickt, zu formlos oder auch zu privat im Netz präsentiert, riskiert negative Folgen: vom Ansehens- bis zum Arbeitsplatzverlust. Die klassischen Medien wie Radio, Fernsehen, Print sind Einweg-Kanäle, die Inhalte hin zu ihren Nutzern transportieren. Die Nutzer haben kaum direkten Einfluss auf diese Inhalte. Das Internet bietet dagegen seinen Nutzern die Möglichkeit, gemeinsam und im gegenseitigen Austausch Inhalte zu schaffen, umzugestalten und zu verbreiten. Insofern hat es einen sozialen Charakter, es ermöglicht damit die Existenz sozialer (digitaler) Medien. Typische soziale Medien, die vor allem der Kommunikation mit anderen dienen, sind Blogs (Web-Tagebücher), Foren wie z. B. moderierte Diskussionsforen zu diversen Themen sowie die sozialen Netzwerke und uns allen bekannt. In sozialen Netzwerken und Foren können die Nutzer mit anderen Mitgliedern Dialoge führen, diskutieren, Fragen stellen oder von eigenen Erfahrungen berichten. Wo es mehr um die Schaffung und Verbreitung von Inhalten und Wissen geht, kommen als soziale Medien Online-Nachschlagewerke und Podcasts zum Einsatz (Podcasts sind Video- oder Audio-Dateien, die interessierte Nutzer abrufen und auf dem heimischen Rechner anhören oder -sehen können). Wir möchten uns auf den stilvollen Auftritt in sozialen Netzwerken konzentrieren. Die meisten Tipps gelten jedoch genauso für Aktivitäten in anderen sozialen Medien.

Das Internet ist keine benimmfreie Zone, auch wenn manche Menschen das offensichtlich glauben. Da gerade die sozialen Medien eine noch junge Erscheinung sind, herrscht aber auch bei sonst Stil sicheren Menschen eine gewisse Unsicherheit darüber, welche Etiketteregeln dort gelten. Das Internet bietet enorme Freiheiten: Sie können dort mit allen möglichen Menschen in Deutschland oder auch weltweit in Kontakt treten, die Sie auf persönlichem Wege nie kennenlernen könnten. Sie können mit Gleichgesinnten oder auch kontrovers über alles diskutieren, was Sie interessiert: vom Hobby über den Beruf, über Politik und Religion bis hin zu Partnerschafts- und Erziehungsproblemen. Sie können Ihren Freundeskreis laufend mit Informationen aus Ihrem Leben beziehungsweise aus dem Ihrer Familie versorgen und so bestehende Beziehungen pflegen. Und das alles funktioniert schnell, preiswert, einfach und vergleichsweise formlos. Natürlich geht es in virtuellen Netzwerken und anderen sozialen Medien spontaner und dadurch formloser zu als beispielsweise bei einem rein brieflichen Kontakt. Aber so ganz ohne Stil läuft es auch nicht ab. Zwar gleicht das virtuelle Gespräch von seinem Charakter her dem persönlichen Gespräch, seine Streuwirkung und seine Haltbarkeit sind aber wesentlich größer beziehungsweise länger. Diese Zwitterstellung zwischen persönlicher und schriftlicher Kommunikation erweist sich oft als tückisch.
Eine taktlose Bemerkung, eine unbedachte Äußerung, ein unvorteilhaftes Foto – all das kann in kürzester Zeit von einer riesigen Zahl anderer Nutzer oder Freunde gelesen beziehungsweise gesehen werden. Sie werden vielleicht kopiert oder weiterverbreitet und entwickeln so eine Eigendynamik, von der wir im Gespräch von Angesicht zu Angesicht weit entfernt sind. Wenn Sie Pech haben, ist Ihr Fauxpas noch viele Jahre später im Internet aufzufinden. Dabei werden inzwischen gerade die Business-Netzwerke von vielen Unternehmen aktiv zur Personalsuche genutzt. Wer hier präsent ist, entscheidet also mit seinem Auftritt und seinen Diskussionsbeiträgen mit darüber, ob er als aussichtsreicher Job-Kandidat gilt oder eben nicht. Genauso üblich ist es heute in vielen Unternehmen, Bewerber auf ihre Internet-Selbstdarstellung zu überprüfen. Die Fälle häufen sich, in denen „nach der Papierform“ eigentlich geeignete Kandidaten wegen peinlicher Party-Fotos bei Facebook oder in Form und Inhalt unangemessener Texte in irgendwelchen Foren oder Blogs aussortiert werden. Insofern werden wir Ihnen mit 3 goldenen Regeln helfen, Derartiges zu vermeiden. Lesen Sie dazu nächste Woche weiter.
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