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Marktausblick und Aktivitäten VDMA Productronic

Branche zeigt sich weiterhin verhalten optimistisch
Marktausblick und Aktivitäten VDMA Productronic

Zur Pressekonferenz während der SMTconnect gaben Dr. Sandra Engle, VDMA Productronic sowie Volker Pape, Viscom AG und Vorsitzender der Fachabteilung VDMA Productronic eine Lagebeurteilung inklusive Geschäftserwartungen aufgrund der Ergebnisse der Umfragen. Zudem gab es Informationen über den Europäischen „Chips Act“, VDMA Aktivitäten sowie Zukunftsthemen.

Der Ukraine Krieg und die immer noch anhaltende Covid-19 Pandemie führen auch bei den Unternehmen aus dem Elektronikmaschinenbau zu deutlichen geschäftlichen Herausforderungen, das zeigen die 14. VDMA Blitzumfrage und die Mitgliederumfrage des VDMA Fachverbandes EMINT (Electronics, Micro and New Energy Production Technologies).

Ukraine Krieg hat Auswirkungen auf das Geschäft

Der VDMA hat im April die 14. Blitzumfrage durchgeführt mit Fragen zu den Auswirkungen des Krieges in der Ukraine: Mehr als 75 Prozent der befragten Maschinenbauunternehmen berichten von merklichen bis gravierenden indirekten Auswirkungen, wie z.B. Energieverteuerung. Die Auswirkung eines kurzfristig verhängten EU-Importverbots auf die europäische Industrie beurteilen 66 Prozent der Unternehmen als gravierend. 59 Prozent der Unternehmen berichten von Problemen bei Zulieferern/Abnehmern im Fall einer substanziellen Drosselung von Gas. Mehr als 50 Prozent der Unternehmen berichten von deutlich gestörten Transportwegen nach Russland.

Covid-19 Pandemie mit Folgen

Die im März bei den Elektronikmaschinenbauern durchgeführte Umfrage zeigt, dass 53 Prozent der Unternehmen von gravierenden Auswirkungen auf der Angebotsseite berichten, das ist ein Anstieg um 17 Prozent im Vergleich zu der im September 2021 durchgeführten Umfrage. Eine Verschärfung der Situation wird für die nächsten 3 Monate erwartet. Die Nachfrageseite wird positiver beschrieben: Hier spüren rund 44 Prozent der Unternehmen geringe Auswirkungen, das ist eine Abnahme um 29 Prozent im Vergleich zur September 2021 Umfrage. Diese Einschätzung wird auf die nächsten 3 Monate betrachtet von 48 Prozent der Unternehmen geteilt.

Engpässe bei Elektronikkomponenten

In der 14. VDMA Blitzumfrage wurden die Unternehmen unter anderem zur Materialversorgung sowie Produkt spezifischen Lieferengpässen befragt: Betrachtet man die Entwicklung von Dezember bis April 2022, dann berichten rund 35 Prozent der Unternehmen von gravierenden Beeinträchtigungen in den Lieferketten. Hinsichtlich der aktuellen Engpässe bei den Zulieferkomponenten sehen 54 Prozent der Unternehmen gravierende Engpässe im Bereich Elektrotechnik/Elektronikkomponenten.

Diese Einschätzung deckt sich mit der im März durchgeführten Umfrage bei den Elektronikmaschinenbauern: Aktuelle Lieferengpässe bestehen hauptsächlich für Elektronische Bauelemente. Dieser Trend setzt sich fort, darüber hinaus werden Engpässe für Kunststoffe und Metalle erwartet. 54 Prozent der Unternehmen erwarten eine Normalisierung der Lieferketten in ein bis zwei Jahren, 46 Prozent innerhalb der nächsten 6 bis 12 Monate. Nicht überraschend ist die Auswirkung der Lieferengpässe auf die Preisstruktur eingekaufter Vorprodukte: 75 Prozent der Unternehmen berichten von Preiserhöhungen zwischen 10 und 20 Prozent.

Auftragseingang besser als in 2021

Die Auftragssituation in der Productronic für 2022 wird von 95 Prozent der Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr als besser beurteilt. Die Erwartungen für das Umsatzwachstum im laufenden Jahr liegen bei rund 60 Prozent der befragten Unternehmen zwischen 10 und 20 Prozent. Für das Jahr 2023 erwarten 80 Prozent der Unternehmen eine Umsatzsteigerung zwischen 5 und 20 Prozent. Damit haben sich die Erwartungen an die Umsatzentwicklung von September 2020 (-13,1 Prozent) über März 2021 (11,1 Prozent) bis März 2022 (21,1 Prozent) kontinuierlich verbessert. Für das Jahr 2023 scheinen die Unternehmen mit durchschnittlich 12 Prozent eine Verlangsamung des Wachstums zu erwarten.

Personalbestand weit oben auf der Agenda

Die VDMA-Umfrage zeigt, dass 82 Prozent der Productronic Unternehmen einen Personalaufbau anstreben, das sind rund 39 Prozent mehr als in der letzten Umfrage im September 2021. 18 Prozent planen keine Änderungen im Personalbestand, rund 15 Prozent weniger als zuletzt gemeldet.

www.vdma.org

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