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Neue Technologien – neue Wege

Neways Fachpodium in Erfurt
Neue Technologien – neue Wege

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Unter dem Motto „New Ways – Technologie und Zukunft“ warf Neways Deutschland mit dem Fachpodium in Erfurt den Blick in Richtung Zukunft und Innovation. Durch die Übernahme der BuS Elektronik in 2014 hat es der niederländische EMS-Dienstleister Neways in der EMS-Rangliste nach Umsatz in Europa unter die Top 10 geschafft und gab nun die Möglichkeit, sich über Märkte, Technologien und Kooperationen auszutauschen.

BuS Elektronik und Software + Systeme Erfurt, Tochtergesellschaften des Neways Konzerns, sind bereits seit 25 Jahren verlässliche Partner bei der Entwicklung und Produktion elektronischer Hard- und Software-Komponenten, worüber Jens Kümmel von der BuS Elektronik und Uwe-Jens Tietz von Software + Systeme Erfurt mehr zu berichten hatten. Beide Unternehmen haben zwar verschiedene Geschichten, jedoch eine gemeinsame Zukunft unter dem Dach des Neways Konzerns. Ein sehr guter Grund, in Richtung Zukunft und Innovation zu blicken. Katja Bomeier, Nachrichtenredakteurin bei Antenne Thüringen, führte die 77 Teilnehmer als Moderatorin durch das Programm.

Huub van der Vrande, Neways Electronics International
Marktentwicklung EMS Neways – Up to the next level
Der CEO des Konzerns mit 13 aktiven Unternehmen in den Niederlanden, Deutschland, Slowakei, Tschechische Republik, China sowie Singapur und weltweit 2.600 Mitarbeitern startete mit den EMS-Trends. Hierbei ging es unter anderem um die Reduktion von sowohl Verarbeitungskosten als auch Produkteinführungszeiten, der höheren Komponentendichte, reduzierten Produktlebenszyklen mit besser kontrollierten Phase Gate-Prüfungen und einem schnelleren Produkteinsatz in Verbindung mit dem Wiedereinsatz sowie den höheren Anforderungen im Hinblick auf die Nachverfolgbarkeit der Produkte durch gesetzliche Verordnungen, Haftungsregelungen und Qualität. Dem gegenüber steht der stete Preisdruck mit einer Verschiebung des EMS-Geschäfts nach Asien. Das Unternehmen sieht sich als leistungsstarkes, innovatives Dienstleistungsunternehmen mit engagierten und hochqualifizierten Mitarbeitern im Bereich der Soft- und Hardwareentwicklung mit nahezu allen Produkten. Die Entwicklung ging vom klassischen Lohnbestücker zum EMS-Dienstleister bis zum Life Cycle Manager mit Fokus auf Automotive, Medizin-, Luftfahrt- sowie Bahn- und Energietechnik, ohne dabei den Kunden aus dem Auge zu verlieren. Um etwas zu bewegen bedarf es in gleichem Maße guter Mitarbeiter, um gemeinsam noch besser zu werden und die hochgesteckten Ziele von Neways 2.0 zu erreichen, so die Worte des CEOs.
Dr.-Ing. Maik Hampicke, Fraunhofer IZM Berlin
Elektronik in der Zukunft – Entwicklungstrends und Chancen zukünftiger Elektronik
Beeinflusst durch globale gesellschaftliche Megatrends, beispielsweise durch Mobilität und Energieeffizienz, der Individualisierung des Marktes, dem Klimawandel, der Verringerung der Produktlebenszyklen, Globalisierung oder dem demographischem Wandel, wird sich das Mikrosystem zum Smart System verändern. Dazu bedarf es einer Weiterentwicklung der Systemintegrationstechnologien sowie optischer Komponenten für höchste Datenraten. Die Multifunktionalität muss direkt im System, kombiniert von elektrischen, optischen, mechanischen, biologischen und chemischen Prozessen statt finden. Der Aufbau von Elektronik für extreme Umgebungsbedingungen wie beispielsweise Hochtemperatur, Strahlungsbeständigkeit sowie Feuchtebeständigkeit ist genauso erforderlich, wie die Reduzierung von Leistungsaufnahme und der Herstellkosten. Gleichzeitig muss die Erhöhung der Systemzuverlässigkeit und der Lebensdauer durch Material- und Technologieoptimierung einhergehen. Der Vorteil bei Neways: Jeder Standort hat seine eigene Spezialität, um den Herausforderungen der Elektronik zu begegnen.
Uwe-Jens Tietz, Neways Technologies + Josef Steuer, Neways Neunkirchen
Simultaneous Engineering aus Sicht von Produktion und Entwicklung
Neways Technologies, ehemals Software + Systeme Erfurt, ist der Komplettanbieter für integrierte Entwicklungsdienstleistung im industriellen Umfeld mit umfangreichem Know-how der Elektronik- und Embedded Softwareentwicklung in verschiedenen Branchen. Von den mehr als 200 Entwicklern arbeiten über 50 Mitarbeiter am Standort Erfurt. Neways Neunkirchen versteht sich als Systemdienstleister über die komplette Wertschöpfungskette und fertigt mit mehr als 170 Mitarbeitern mittels verketteter Prozesse mit hohem Automatisierungsgrad. Wertschöpfungsintensive Produkte werden in Neways Slovakia sowie Wuxi (China) hergestellt. Für kostengünstige, zuverlässige, sichere, langlebige Produkte, die die Anforderungen optimal erfüllen, ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Kunden, Entwicklung und Produktion unerlässlich. Dabei sollte alles so einfach wie möglich gehalten werden, denn je komplizierter ein Prozess entwickelt wird, desto schwieriger wird es, diesen in den vorgegebenen Grenzen zu steuern und auch abzuschätzen, was passieren könnte, wenn die Grenzen überschritten werden. Ergo, je besser die Entwicklung, desto einfacher gestaltet sich die Produktion und minimiert die Möglichkeit, dass Fehler auftreten. Möglichst ausgetaktete Fertigungs- und Testprozesse vermeiden lange Stillstandszeiten zwischen den einzelnen Prozessschritten, ablaufbedingte Wartezeiten sollten genutzt werden. Das Fazit: Ein optimales Produkt für den Kunden ist das Ergebnis eines engen Zusammenspiels zwischen Produktion und Entwicklung.
Thomas Perthen, Wiesheu
Warum verlagert ein Unternehmen Entwicklungsprojekte nach außen und warum zu Neways?
Wiesheu wurde vor mehr als 40 Jahren gegründet, produziert ausschließlich Ladenbacköfen für die Bäcker der Zukunft und ist heute Marktführer der Branche mit knapp 500 Mitarbeitern. Der Markt hat sich gewandelt. Stand früher die Hardware im Fokus und ein geniales Produkt wurde durch die Marktentwicklung erfunden, so werden heute die Kundenbedürfnisse analysiert, um eine Lösung zu entwickeln. Damit rücken die Benutzerbedürfnisse in den Mittelpunkt. In Sachen Elektronikfertigung wurde ein Partner auf Augenhöhe gesucht und in Neways mit der breiten Aufstellung für das spezifische Know-how gefunden. So ist Qualifikation eines der Themen, wo sich Wiesheu einkauft, um auf langfristige Lieferantenbeziehung zu setzen. Nur mit Erfahrung lässt sich ein Produkt auch effektiv auf den Markt bekommen. Insofern war Neways der Partner, um Wiesheu den Rücken freizuhalten. Freizuhalten um sich auf das konzentrieren zu können, was die eigentliche Kompetenz ist.
Hans Ketelaars, Neways Technology
Realisierung 30 Jahre Liefergarantie – Neways und Life Cycle Management
Um eine Liefergarantie geben zu können, gilt es sämtliche Informationen, die im Verlauf des Lebenszyklus eines Produktes anfallen, zu beachten. Gerade die Verfügbarkeit von Bauteilen, die eventuell ersetzt werden müssen, ist nicht immer gewährleistet. Innerhalb des Unternehmens wurde insofern ein Modell entwickelt, um diesen Prozess kontrolliert realisieren zu können und einen idealen Produktlebenszyklus zu erhalten. Im praktischen Produktlebenszyklus sind unvorhergesehene Ereignisse nicht abgedeckt und können nicht kontrolliert werden. Im Life Cycle Management werden die Daten strukturiert gesammelt und entschieden, wie mit diesen Daten umzugehen ist. Dazu bedarf es unter anderem einer aktiven Befragung beim Kunden in Verbindung mit einer gemeinsamen Entscheidung. Derzeit werden ca. 170 Produkte zumeist automatisiert im Unternehmen beobachtet. Das Resümee: Es können und werden keine 30 Jahre Liefergarantie gegeben, aber es kann zumindest gemeinsam etwas getan werden, um eventuell auftretende Schäden möglichst gering zu halten.
Hartwig Gauder, Mitglied Hall of Fame des Sports
Zukunft selbst verantworten: „Fürchte dich nicht langsam zu gehen, fürchte dich nur stehen zu bleiben.“
Die Zukunft zu gestalten bedeutet Eigenverantwortung zu übernehmen, was als die Bereitschaft und Pflicht bezeichnet wird, für das eigene Handeln und Unterlassen die Verantwortung zu übernehmen. Der Redner setzte seinen Fokus auf die Gesundheit, welche täglich neu erarbeitet werden muss. Denn unser Körper ist unser Kapital! Als ehemaliger Olympiasieger im Gehen über 50 Kilometer in 1980 musste sich Hartwig Gauder 1997 nach einer Infektion einer Herztransplantation unterziehen und kämpfte sich mit Sport und Bewegung ins Leben zurück. Bereits zwei Jahre später bestritt der Referent durch viel Ausdauer und Eigenmotivation den New York Marathon und bestieg im Jahre 2003 bei Sturm und Regen den Fujijama in Japan mit 3.776 Metern. Eindrucksvoll zeigte er die Motivation Leben auf: Sport ist Bewegung, Bewegung ist Leben. (dj)
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