Semiconductors – Im Herzen der Elektronikfertigung

Ohne Halbleiter bewegt sich schon lange nichts mehr

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Durch die enge Verzahnung der Semicon Europa mit der productronica erwartet die Messebesucher auch dieses Jahr wieder alles, was die Branche jetzt und in Zukunft zu bieten hat. Foto: Doris Jetter
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Die winzigen Chips sind die wichtigste Technologie der modernen Welt und Kernkomponenten aller elektrischen Systeme. Zusammen mit der parallel stattfindenden Semicon Europa organisiert die productronica von 12. bis 15. November 2019 die größte Mikroelektronikschau Europas auf dem Gelände der Messe München mit innovativen Lösungen und Produkten entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Halbleiter sind allgegenwärtig. Seit 1978 nimmt ihre Stückzahl weltweit mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 8,9 % zu. 2018 zählten die Branchenexperten von IC Insights dann erstmals über eine Billion ICs, Sensoren sowie optische und diskrete Komponenten (O-S-D). Sie sorgten laut Gartner für einen Umsatz von 476,7 Milliarden US-Dollar – ein Anstieg von 13,4 % gegenüber 2017. Knapp 35 % davon entfielen auf den Bereich „Speicherbausteine“. Der soll nun in diesem Jahr laut WSTS (World Semiconductor Trade Statistics) um über 30 % einbrechen und damit den Halbleitermarkt um 12 % ins Minus ziehen. Dabei kommt Europa im Gegensatz zu Amerika (-23,6 %), Japan (-9,7 %) und dem asiatisch-pazifischen Raum (-9,6 %) mit einem Rückgang von 3,1 % vergleichsweise glimpflich davon. Schon 2020 ist allerdings weltweit wieder mit einem Plus (5,4 %) zu rechnen.

Ungeachtet dessen resultieren die raschen Technologiewechsel der hochkomplexen und maschinenintensiven IC-Herstellung in einem steigenden Bedarf an neuer Ausrüstung. So schätzen die Analysten von „The Insight Partners“ den Umsatz bei den Herstellern von Anlagen und Maschinen für die Halbleiterproduktion im letzten Jahr auf 62.1 Milliarden US-Dollar. Bis 2027 sind dann bei einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 5,2 % Gesamteinnahmen von 101.58 Milliarden US-Dollar zu erwarten. Der größte Teil davon entfällt auf die Wafer-Produktion, gefolgt vom Test-Equipment.

Die Halbleiterbranche stößt allerdings mittlerweile nicht nur an physikalische, sondern ebenso an finanzielle Grenzen. Fabriken für den Bau von 7-Nanometer-Chips kosten, unter anderem durch die Umstellung des Lithografie-Verfahrens auf extrem kurzwelliges ultraviolettes Licht (EUV), viele Milliarden Dollar.

Europas Halbleiterindustrie unter Konkurrenzdruck

Diese Technologie gilt auch als Paradebeispiel für europäische Zusammenarbeit. Maßgebliche Beiträge dazu lieferten über Jahre hinweg ZEISS Semiconductor Manufacturing Technology (SMT) und der weltweit größte Anbieter von Lithographiesystemen ASML aus den Niederlanden. Trotzdem: Die europäische Halbleiterindustrie steht massiv unter Druck. Erreichte ihr Anteil an der weltweiten Halbleiterfertigung in den 1990er Jahren noch mehr als fünfzehn Prozent, so ist er im letzten Jahrzehnt auf unter zehn Prozent gesunken.

Länderübergreifende, geförderte Projekte wie das „Electronic Components and Systems for European Leadership (ECSEL)“ sollen diesen Rückgang nun stoppen und sowohl die Entwicklung als auch die Fertigung von Halbleitern und anderen Elektronikkomponenten in Europa vorantreiben.

In dem Rahmen entwickeln das Fraunhofer IPMS und das Forschungszentren für Nano- und Mikroelektronik Imec aus Belgien – beide auf der productronica/Semicon 2019 – mit europäischen Partnern im Projekt „TEMPO („Technology & hardware for nEuromorphic coMPuting)“ neuartige Hardware, die sich an der Struktur des menschlichen Gehirns orientiert. „TEMPO“ will dazu beitragen, Kooperationen der wichtigsten Halbleiter-Unternehmen und der großen europäischen Mikroelektronik-Forschungseinrichtungen zu vertiefen.

Die Stärkung des Halbleiter-Standortes zum Ziel hat auch das Projekt EuroPAT-MASIP zur Planung innovativer Prozesse für komplexe Elektroniksysteme. Mit von der Partie ist unter anderen der productronica-Aussteller BE Semiconductor Industries aus den Niederlanden.

Der größte Mikroelektronik-Event Europas

Durch die enge Verzahnung der Semicon Europa mit der productronica erwartet nach der erfolgreichen Premiere 2017 die Messebesucher auch dieses Jahr wieder alles, was die Branche jetzt und in Zukunft zu bieten hat. Dazu gehören neben der Halbleiterfertigung auch die Herstellung von Displays, LEDs und diskreten Bauelementen sowie die Themen Photovoltaik, Micronano, Materialbearbeitung und Reinraumtechnik. Branchenvertreter profitieren außerdem von einem umfangreichen Rahmenprogramm mit hochkarätigen Konferenzen. Vom 12. bis 15. November ist die productronica 2019 also der ideale Ort, um sich über die neuesten Trends und Technologien auszutauschen. Eine Eintrittskarte berechtigt zum Besuch der beiden Messen productronica und Semicon Europa.

www.productronica.com


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