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Die Electronica 2022 beleuchtet die Trends und Herausforderungen, denen sich die Automobilindustrie derzeit stellen muss

Automobilindustrie im Wandel
Elektromobilität: Diese Trends beleuchtet die Messe Electronica 2022

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Der Wandel in der Automobilindustrie ist eines der Fokusthemen der Electronica 2022. Bild: Messe München

Die Megatrends autonomes Fahren, Connectivity, Elektrifizierung und Shared Mobility erfordern einen Wandel der Automobilindustrie. Gleichzeitig erschließt die Digitalisierung Ertragspotenziale entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Die Electronica 2022 beleuchtet in der Zeit vom 15. bis 18. November 2022 diese Trends und Herausforderungen, sei es auf den Ausstellungsständen oder im Rahmenprogramm auf den Foren und der Electronica Automotive Conference.

Die Automobilindustrie zählt in vielen Industrienationen zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen. Am Höhepunkt im Jahr 2017 rollten weltweit 97,3 Millionen Fahrzeuge (Statista) von den Bändern. Pandemiebedingt sanken ab 2020 die Stückzahlen auf deutlich unter 60 Millionen. Dass viele Automobilhersteller aktuell trotzdem Rekordgewinne einfahren, täuscht über die tatsächliche Situation hinweg. Denn Pandemie, Lieferengpässe, Inflation, Ukraine-Krieg und die Verschärfung der Klimaziele treffen die Automobilindustrie in der größten Umbruchphase ihrer Geschichte. Auslöser dafür sind die Elektrifizierung des Antriebsstrangs, die Zunahme autonomer Fahrfunktionen, alternative Mobilitätskonzepte sowie die Automatisierung und Vernetzung der Fertigung.

Schlüsselkomponente Leistungselektronik

In der öffentlichen Wahrnehmung ganz oben steht der Umstieg vom Verbrennungsmotor auf einen elektrifizierten Antriebsstrang. Aussteller der Electronica 2022 spielen dabei eine entscheidende Rolle. So nehmen sich z.B. Bosch, Infineon, Renesas, Rohm, STMicroelectronics und Vishay der Schlüsselkomponente Leistungselektronik an. Hier setzen Wide-Bandgap-Halbleiter aus Siliziumkarbid (SiC) und Galliumnitrid (GaN) bei Schaltfrequenz, Wirkungsgrad, Durchschlagsfeldstärke, Wärmeverlusten und Baugröße neue Maßstäbe. Für Elektro- und Hybridfahrzeuge bedeutet das mehr Energie-Effizienz, höhere Reichweiten sowie kürzere Ladezeiten. Und die Entwicklung geht weiter, auch bei siliziumbasierter Leistungselektronik. Durch gezielt eingebaute Defekte bringen Wissenschaftler am Fraunhofer IKTS sie dazu, schneller zu schalten oder höhere Ströme zu akzeptieren.

Wandel vom Autobauer zum Mobilitätsdienstleister

Neben dem Umstieg auf Elektromobilität führt ein sich deutlich veränderndes Mobilitätsverhalten zum Umdenken in den Chefetagen der Automobilindustrie. Digitale Mobilitätsplattformen versprechen individuelle Mobilität ohne eigenen Pkw und drohen die Hersteller vom Direktzugang zum Kunden abzuschneiden. Wollen die Autobauer nicht zu Zulieferern multinationaler Mobil-Konzerne werden, müssen sie selbst zum Mobilitätsanbieter mutieren. In diesem Kontext spielt autonomes Fahren eine entscheidende Rolle. Denn spätestens mit Level 4 verwandelt sich das Auto in ein intelligentes IoT-Device. Der Halbleiteranteil der Fahrzeuge steigt damit noch einmal ganz erheblich an.

Neue Mobilität fordert komplexere Softwarelösungen

Mit Bosch, Infineon, NXP, Renesas, Samsung, STMicroelectronics und Texas Instruments sind die weltweit führenden Autochip-Produzenten auf der electronica 2022 vertreten. NXP etwa zeigt mit den neuen S32Z- und S32E-Prozessoren eine Erweiterung seiner S32-Automobilplattform um Echtzeitverarbeitung für Domain- und Zonenkontrolle, Sicherheitsverarbeitung und Fahrzeugelektrifizierung. Auch Infineons Multi-Core-SoCs der TC4x-Familie decken ein weites Spektrum an automobilen Szenarien ab, angefangen bei E-Mobility, ADAS und Connected Cars bis hin zur KI-Implementierung. Letztere findet immer häufiger Anwendung in den Bereichen Netzwerküberwachung (Intrusion Detection and Prevention System), Sensorfusion, Batteriemanagement oder Predictive Control.

Solche Multi-Core-SoCs adressieren bereits zukünftige zonale E/E-Fahrzeugarchitekturen, wie sie Bosch und NXP entwickeln. Domänenübergreifend sollen sie die wachsende Komplexität von Softwarefunktionen und das steigende Datenaufkommen mit wenigen leistungsstarken Fahrzeugcomputern und Zonen-Steuergeräten bewältigen. Mit entsprechender Cloud-Anbindung lassen sich so unterschiedlichste Funktionen wie fahrzeugeigene App-Stores, Personalisierung, Fahrerassistenzsysteme (ADAS) oder umfassende Infotainment-Angebote implementieren und später via Over-the-Air-Updates (OTA) buchen.

Konferenz der Branchen-Experten

Diese zukunftsweisenden Technologien sowie neue Strategien und Geschäftsmodelle stehen im Zentrum der Electronica Automotive Conference, die am 14. November 2022 als Auftakt der Electronica stattfindet. „Neue Konzepte der E/E-Fahrzeugarchitekturen, getrieben durch elektrisch angetriebene Fahrzeuge und eine Trennung von Hardware und Software durch sogenannte, wenige ‚Supercomputer‘ statt vieler einzelner Steuergeräte, verändern die Wertschöpfungsketten in der Automobilindustrie“, erklärt Peter Gresch, Geschäftsführer von OptE GP Consulting und Vorsitzender des Programmkomitees der Electronica Automotive Conference; und fügt hinzu: „Diese massiven Veränderungen und zukünftigen Trends wird die Electronica Automotive Conference in vielen Fachvorträgen, Keynotes und Diskussionen intensiv beleuchten und neue Geschäftspotenziale aufzeigen.“ (kf)

 



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