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Deutscher Markt der elektronischen Bauelemente erreicht Rekordhoch

Elektronische Bauelemente und Baugruppen
Märkte im Aufwärtstrend

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Nicolas Schweizer, Vorsitzender des ZVEI-Fachverbands PCB and Electronic Systems: „Die Erholung wird sich fortsetzen.“ Bild: ZVEI

Anlässlich der Electronica 2022 sieht der Branchenverband ZVEI die Märkte für elektronische Bauelemente und Baugruppen im Aufwärtstrend. Der deutsche Markt der elektronischen Bauelemente erreicht 2022 sogar ein Rekordhoch. Lieferengpässe, die Energiekrise und der russische Angriffskrieg bremsen jedoch das Wachstum.

„Der deutsche Markt für elektronische Bauelemente wird zum Jahresende 2022 ein starkes Wachstum von gut 15 Prozent aufweisen und mit einem Umsatz von 22,1 Milliarden Euro das Niveau des Vorjahres übertreffen“, prognostiziert Nicolas Schweizer, Vorsitzender des ZVEI-Fachverbands PCB and Electronic Systems.

Nachhaltige Erholung setzt sich fort

Der deutsche Markt der elektronischen Bauelemente konnte sich aufgrund des durch die Corona-Krise verursachten Einbruchs im Jahr 2020 im Folgejahr nachhaltig erholen. „Diese Erholung wird sich auch im laufenden Jahr fortsetzen können und voraussichtlich ein Zehn-Jahres-Hoch erreichen“, erwartet Schweizer. Auch die Auftragseingänge bei den Unternehmen seien auf Rekordkurs.

Jedoch beeinträchtigten die derzeitige Verknappung an Materialien und Rohstoffen für die Produktion von elektronischen Komponenten sowie die langen Transportzeiten der Vorprodukte weiterhin massiv die Lieferkette, heißt es weiter. Hinzu kämen die durch die derzeitige Energiekrise und die hohe Inflation stark gestiegenen Produktionskosten.

Weitere Entlastungen bei Strom notwendig

„Strom ist der Rohstoff der Energiewende. Wichtig ist deshalb, dass zusätzlich zu den geplanten Entlastungsmaßnahmen weitere Entscheidungen zugunsten eines niedrigen Strompreises getroffen werden“, betont Schweizer. „Dazu gehört die Absenkung der Stromsteuer auf EU-Mindestmaß und der Mehrwertsteuer auf sieben Prozent, wie bereits beim Gas.“

Politische Verwerfungen wie der Krieg in der Ukraine und eine mögliche wirtschaftliche Rezession führten darüber hinaus zu Verunsicherungen in der gesamten Branche. Dies bremse die positiven Wachstumsaussichten für 2023. Der ZVEI geht deshalb nur noch von einem mittleren einstelligen Wachstum für die Komponenten-Branche aus.

In der positiven Entwicklung der Weltregionen spiegelt sich der anhaltend hohe Bedarf an Halbleiter-Komponenten wider. Am Weltmarkt für elektronische Bauelemente haben Halbleiter einen Anteil von gut 77 %.

„Die nächsthöhere Wertschöpfungsstufe der Elektronikfertigung – die elektronischen Baugruppen – werden dieses Jahr analog zu den elektronischen Bauelementen um knapp 9 Prozent auf einen Umsatz von 1252 Milliarden US-Dollar weltweit wachsen“, bilanzierte Schweizer abschließend. Für das kommende Jahr rechnet der ZVEI für die Märkte der elektronischen Bauelemente und Baugruppen mit Zuwachsraten im mittleren einstelligen Bereich. (jk)

www.zvei.org

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