EMS-Dienstleister optimiert Materialwirtschaft

Hohe Kundenzufriedenheit durch effiziente Produktionsplanung

Anzeige
Die Pro Design Electronic GmbH führte im Herbst 2018 die Software Materialwirtschaft im Gleichgewicht (MiG), mit dem Ziel einer noch effizienteren Arbeits- und Produktionsplanung, ein. Nach einem knappen halben Jahr ziehen die Verantwortlichen aus Materialwirtschaft, Arbeitsvorbereitung und Vertrieb ein Fazit.

Eine effizientere Produktionsplanung, gerade in Zeiten einer sehr guten Auftragslage war ein lang ersehntes Ziel von Pro Design. „Gerade wenn der Vertrieb viele Aufträge gewinnt, steigt der Druck auf alle nachgelagerten Abteilungen. Einkauf, Materialmanagement, Arbeitsvorbereitung und auch die Produktion haben den Druck durch die positive Auftragslage gespürt“, erinnert sich Werner Fischhaber, Leiter des Qualitäts- und Prozessmanagements. René Dösinger, Leiter der Arbeitsvorbereitung, erinnert sich ebenfalls, wie der interne E-Mailverkehr stark anstieg, da unterschiedlichste Abteilungen Informationen suchten oder im Gießkannenprinzip wichtige Informationen streuten, in der Hoffnung, dass der richtige Ansprechpartner die Information erhält.

„Intern waren unsere Kommunikationswege klar, aber durch den Druck vom Kunden und die steigende Auftragslage wurde es immer schwerer diese Kommunikationswege einzuhalten“, so Fischhaber. Christine Schwegler, Key Account Managerin, bestätigt:“ Unsere Kunden standen ebenfalls unter einem gehörigen Lieferdruck. Dies war erkennbar, da die Anzahl der Anrufe, in denen Kunden wissen wollten, ob die Produktion schon gestartet wurde, anstiegen. Und natürlich möchte man hier als Vertrieb auch eine Antwort geben und begibt sich auf die Informationsrecherche.“ Kurzum, eine Lösung musste her.

Software für verbesserte Arbeitsabläufe

In diesem Zuge erinnerte sich Fischhaber an einen Fachartikel über MiG und einen zurückliegenden Besuch eines Bestückerfrühstück des Clusters für Mechatronik und Automation, an dem Andreas Koch, geschäftsführender Gesellschafter der Perzeptron GmbH, MiG vorstellte. Mitte 2018 nahm Fischhaber dann Kontakt zum Unternehmen auf und MiG wurde im Herbst installiert. „Der Einkauf war hierbei federführend. Wir wollten das Spannungsfeld zwischen Abteilungen abbauen und die E-Mailfluten mit Materialnachfragen aus der Produktion reduzieren“, erklärt Fischhaber. Bevor MiG implementiert wurde, wurden zusammen mit dem Einkauf sowie der Arbeitsvorbereitung und der Prozessleitung die internen Strukturen und Prozesse analysiert. „Dabei konnten wir weitere Ziele ableiten. So sollte es möglich sein, dass alle Abteilungen einen einheitlichen Überblick über die aktuelle Materialsituation gewinnen. Ebenfalls sollten die bestehenden Lagerbestände reduziert werden“, erinnert sich geschäftsführender Gesellschafter Markus Renner. Renner führte den Workshop mit Pro Design vor Ort durch. Im Anschluss an diese Zieldefinierung wurde MiG im September installiert. Die Vernetzung des lokalen ERPs mit MiG erfolgte dabei problemlos.

Schon nach kurzer Zeit konnten die Verantwortlichen des Unternehmens die ersten positiven Entwicklungen erkennen. „Da alle Beteiligten nun auf den gleichen Informationsstamm zurückgreifen und sich die notwendigen Informationen selbstständig besorgen können, ist der interne E-Mailverkehr um ca. 80 % zurückgegangen“, so Dösinger. Die gesamte Produktionsplanung hat sich vereinfacht, da auf Grund der graphischen Darstellung der Bauteilsituation Entscheidungen schneller und einfach getroffen werden können. Bauteilengpässe oder Fehlbestellungen werden frühzeitig erkannt, so dass eine angemessene Reaktion durch den Einkauf möglich ist. Des Weiteren konnte innerhalb der ersten sechs Monate der Bauteillagerbestand reduziert werden. „Dank MiG können wir jetzt dem Kunden auch sehr leicht sagen, ob seine Produktion schon gestartet wurde oder nicht. Dies führt natürlich auch zu einer erhöhten Kundenzufriedenheit“, bestätigt Schwegler auch die positive Entwicklung für den Vertrieb.

Positive Entwicklung merklich spürbar

Die deutlichsten Veränderungen waren aber im Einkauf zu sehen. „Der Einkauf hat jetzt eine kompakte Übersicht zu den diversen Materialfragen, wie beispielsweise die geplanten oder zugesagten Liefertermine, voraussichtliche Lagerbestände, bestellte und gelieferte Bauteile usw. Daraus ergab sich, dass der Einkauf jetzt wieder agiert und nicht mehr nur reagiert“, so Fischhaber. Doch neben diesen positiven Entwicklungen sind noch einzelne Aufgaben offen. So muss der Vertriebsaußendienst noch aktiv in MiG eingebunden werden.

„Gerade in Zeiten von starken Auftragseingängen werden die Bereiche erkennbar, in denen Unternehmen sich weiter optimieren müssen. Das Unternehmen hat genau erkannt, an welchen Stellschrauben gearbeitet werden muss und hat daraus Rückschlüsse und Maßnahmen abgeleitet. Dies muss hervorgehoben werden und wir stellen fest, dass Pro Design in kurzer Zeit schon sehr gut mit MiG arbeitet. Alle Beteiligten haben den Nutzen der Software für ihren Arbeitsbereich verstanden“, hebt Renner hervor. Dies lässt sich auch an den internen MiG-Meetings feststellen. „Zum Start haben wir uns wöchentlich zusammengesetzt und uns über die Arbeit mit der Software ausgetauscht. Mittlerweile finden diese Meetings nur noch monatlich statt. MiG wird mehr und mehr zu einer Selbstverständlichkeit in unserem Unternehmen“, unterstreicht Fischhaber.


Mit über 100 Mitarbeitern produziert Pro Design Electronic GmbH seit über 30 Jahren für nationale und internationale Kunden im Bereich Automotive, Medizintechnik und Halbleiter Industrie. Als E2MS – Dienstleister wird das gesamte Spektrum von der Beratung, über die Entwicklung und das PCB Layout bis hin zur Prototypenfertigung angeboten. Des Weiteren produziert das Unternehmen mittlere Seriengrößen und kann das anschließende Testen und Prüfen der Geräte und Baugruppen durchführen. Die Spezialisierung liegt auf der Produktion von Baugruppen mit hoher Bestückungsdichte, komplexen Bauteilformen und unterschiedlichen Bauteilgrößen von 01005 bis 200 x 120 mm. Zu dem zählt das „proFPGA“ Prototyping System zum Eigenprodukt, welches für das Testen neuer Chip Designs und deren Software eingesetzt wird.

www.prodesign-europe.com


Perzeptron berät seit über 20 Jahren erfolgreich Kunden aus der Elektronikindustrie von der Neukunden-akquise über den Einkauf bis zur Produktionssteuerung. Die Akquise von Kundenaufträgen, der Einkauf und die Materialwirtschaft in Zusammenhang mit der Fertigungsplanung und Fertigungssteuerung sind weit mehr als ein rein operatives Geschäft. Damit wieder mehr Zeit bleibt für Strategie, werden Unternehmen bei der Weiterentwicklung innerbetrieblicher Abläufe begleitet. Ziel dabei ist die systematische Implementierung effizienter Arbeitsabläufe und die Etablierung eines transparenten Wissens- und Informationsmanagements. Das Unternehmen unterstützt die Kunden bei der internen Prozessoptimierung und der Minimierung von Kalkulations- und Auftragsdurchlaufzeiten bis hin zur Optimierung von Kapitalbindung und Lieferfähigkeit.

www.perzeptron.de



Hier finden Sie mehr über:
Anzeige

Schlagzeilen

Aktuelle Ausgabe

Newsletter

Jetzt unseren Newsletter abonnieren

Webinare & Webcasts

Technisches Wissen aus erster Hand

Whitepaper

Hier finden Sie aktuelle Whitepaper

Videos

Hier finden Sie alle aktuellen Videos

productronica

Anzeige
Anzeige

Industrie.de Infoservice

Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Industrie.de Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Industrie.de Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Industrie.de Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de