The Easy Switch to 5G!

Netzwerkausrüster stellt neuen Mobilfunkstandard bereit

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Ericsson zählt weltweit zu den führenden Anbietern von Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) – etwa 40 Prozent des globalen Mobilfunks werden über die Netzwerke des 1876 in Schweden gegründeten Unternehmens abgewickelt. Bahnbrechende Technologien und Dienstleistungen – einfach bedienbar, anpassbar und skalierbar – sind die Basis für die Kunden rund um den Globus, um in einer immer stärker vernetzten Welt erfolgreich aktiv zu sein. Für höchste Qualität in der Elektronikfertigung setzt das Unternehmen am estnischen Standort in Talinn seit Jahren unter anderem auf Ersa Hotflow Reflowlötsysteme.

Beim Mobile World Congress in Barcelona traf sich Ende Februar 2019 einmal mehr die Smartphone-Branche, um ihre neuesten Devices zu präsentieren – als vielbeachtete Highlights wurden in diesem Jahr faltbare Geräte vorgestellt, die zugleich als Smartphone und Tablet verwendet werden können. Die integrierten Kameras der handlichen Alleskönner liefern mittlerweile eine Bildqualität, die bis vor nicht allzu langer Zeit allein den Spiegelreflexkameras vorbehalten war. Wirklich nice, aber der eigentliche Star auf der weltweit wichtigsten Mobile-Messe in der katalonischen Hauptstadt waren diesmal nicht die omnipräsenten Handhelds, sondern etwas anderes, nicht unmittelbar Greifbares: der neue superschnelle Standard 5G – ein Quantensprung für Mobilfunk, Konnektivität und Internet of Things, der komplett neue Möglichkeiten für industrielle und private Anwendungen eröffnet. Bei der Realisierung dieses neuen Mega-Mobilnetzes kommen nur eine Handvoll Unternehmen tatsächlich in Frage, darunter ganz vorn der Global Player Ericsson.

Dringend benötigt:
superschneller Mobilfunkstandard

„Bei der Realisierung des dringend benötigten 5G-Mobilfunkstandards wird das Unternehmen eine entscheidende Rolle spielen und als Global Player jeweils nah am einzelnen Markt agieren“, umschreibt Lars Ottoson, Head of Supply am Ericsson-Standort in Talinn, die Strategie des schwedischen Technologiekonzerns. In der estnischen Hauptstadt am Finnischen Meerbusen wird eine Elektronikfertigung mit 1.400 Beschäftigten unterhalten und ist damit im nordbaltischen Staat größter Arbeitgeber. Mit seiner beeindruckenden Manpower von weltweit 95.000 Beschäftigten – davon 23.000 in Forschung & Entwicklung – präsentiert sich der Netzwerkausrüster als natürlicher Partner für das weltumspannende Großprojekt 5G. Vom 5G-Megaprojekt verspricht sich das Unternehmen einen wahren Wachstumsschub. Prognosen gehen bis 2024 von einer Verfünffachung des heutigen mobilen Volumens aus – ohne den schnellen Mobilfunkstandard dürfte das kaum realisierbar sein. Auch das autonome Fahren und der Austausch von Daten zwischen Fahrzeugen brauchen zwingend diese schnelle, flächendeckende Anbindung. Moderne Landwirtschaft setzt ebenfalls auf Big Data, um einen flächenschonenden, ressourcenbewussten, unbelasteten Ertrag zu erwirtschaften, der eine zunehmende Erdbevölkerung weiterhin ernähren kann. Die große Herausforderung ist es, dieses Mobilfunk-Tempo so vielen Usern wie möglich bereitzustellen. In dicht bevölkerten, urbanen Regionen ist 4G über weite Strecken verfügbar – aber auch weiter entfernte Landstriche sollen künftig vom superschnellen Mobile Net profitieren, was kosten- und ressourcenintensiv sein dürfte – auch die letzte Milchkanne im hinterletzten Winkel soll an das schnelle Netz angebunden werden.

Das Unternehmen hat dafür das sogenannte „Spectrum Sharing“ entwickelt, eine Lösung, mit der die vorhandene Infrastruktur simultan für 4G und 5G genutzt werden kann – einfach gesagt wird 5G damit auf 4G draufgesattelt, es ist lediglich eine einzige Softwareinstallation erforderlich. Oder wie es das Unternehmen formuliert: „The 5G switch made easy“!

Elektronikfertigung mit Know-how

In der estnischen Elektronikfertigung steckt jede Menge Know-how, das über Jahre hinweg kontinuierlich aufgebaut wurde. Nachdem bereits die Zentrale in Schweden in Form von Versaflow Selektivlötanlagen auf Unterstützung durch Systemlieferant Ersa setzte, wurden 2010 beim altersbedingten Systemaustausch in Talinn diese Technologien ebenfalls in den Benchmarkprozess eingebunden. Nach einigen Evaluierungsrunden konnte sich der Hersteller durchsetzen und erhielt den Zuschlag für mehrere Hotflow Reflowsysteme der dritten Generation, die überzeugen konnten mit Features wie bester Temperaturübertragung, niedrigem Energieverbrauch dank intelligentem Energiemanagement, einem mehrstufigen Prozessgasreinigungssystem und einer leistungsstarken Kühlzone mit Wasserrückkühlung.

Bis zu 700 Umstellungen müssen im Schnitt in der Ericsson-Elektronikfertigung pro Monat bewältigt werden, bisheriger Rekord waren 800 Wechsel. Allein beim Testlayout wurde es auf bis zu 27 Änderungen gebracht – ganz schön viel, auch wenn das Handling nach Profilfamilien geordnet abläuft. Mittels der Ersa Autoprofiler-Software werden passgenaue Temperaturprofile schnell und einfach erstellt und gespeichert, um sie bei Bedarf ad hoc wieder aufzurufen.

Stillstandszeiten auf ein Minimum reduzieren

Die aktuelle Herausforderung mit Blick auf 5G und die damit weiterhin verbundenen häufigen Wechsel ist ein schnelles Aufheizen und Herunterkühlen, damit es erst gar nicht zu Stillstandszeiten kommt. Für 2019 haben die Ericsson-Prozessexperten neue Key Performance Indicators (KPI) ausgegeben, so dass ein Wechsel lediglich neun Minuten dauern soll. Eine echte Challenge für die jeweils 75 Beschäftigten pro Schicht in der Elektronikfertigung in Talinn. Mit der aktuell vierten Generation hat der Systemlieferant dafür die passende Technologie im Portfolio – dank eines geänderten Luftstroms erfolgt das Kühlen und Heizen mit diesem System jetzt noch schneller als bisher. Bei einer Stippvisite in Estland vereinbarten die Geschäftspartner einen Termin zum Test im nächstgelegenen Demo- und Applikationscenter des Unternehmens, um real herauszufinden, wie das Ziel des neuen KPI praktisch zu erreichen ist. Ein wichtiger Test für Talinn – geht es letztlich doch darum, eine komplett neue Infrastruktur zu etablieren, welche imstande ist, den neuen 5G-Standard zu implementieren. Auch Talinn wird mit seiner bewährten Produktion und seinem erfahrenen Team einen wesentlichen Beitrag zu den benötigten Komponenten leisten, die Fertigung dazu läuft Ende 2019 an. Und was in Talinn funktioniert, lässt sich auch an jeden anderen Ort auf der Erde transferieren – sprich: Man nehme die Fertigung in Estland und verfrachte sie per Copy & Paste an einen strategisch bedeutsamen Ort, um vor Ort in einem oder mehreren Märkten handlungsfähig zu sein. Der Systemlieferant für die Elektronikfertigung mit seinem weltumspannenden Vertriebs- und Servicenetzwerk steht bereit, um in enger Zusammenarbeit mit dem Netzwerkausrüster 5G in Talinn und andernorts zu realisieren. Alles ist vorbereitet für den Sprung auf das nächste Level im Mobilfunk, alles ist bereit für 5G!

www.ersa.de; www.ericsson.com/en


Ericsson in Zahlen:

– Umsatz 2018: 19,97 Mrd. Euro (210,8 Mrd. SEK)

– Mitarbeiter weltweit: 95.000, davon 23.600 in
Forschung & Entwicklung

– Zentrale: Stockholm, Schweden


Foto: Ersa

Der Autor, Tobias van Rossem, ist Area Sales Manager Soldering Systems & Printing Machines bei Ersa.

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