Die Zukunft der Fertigung

Die Vision von der selbstlernenden Produktion

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Fertigungsstätten gibt es schon lange und sie haben sich in den verschiedenen industriellen Revolutionen erheblich weiterentwickelt. Jetzt, im Zeitalter von Industrie 4.0, sind konsequente Vernetzung, Datenanalyse, Robotik und 3D-Druck nur einige der neuen Trends, die den Fertigungsbereich neu definieren. Nokia schöpft das Potenzial dieser Technologietrends aus und bereitet den Weg für Supply Chain 4.0.

Die Vision ist ganz einfach: Transformation der Fertigungsstätten zu „Conscious Factories“ –agilen und intelligenten Fertigungsservices, die vollständig automatisiert, umweltfreundlich, selbstlernend und in der Lage sind, Lieferprobleme flexibel im Voraus zu erkennen und zu vermeiden. Außerdem soll das Konzept global, nachhaltig und kostenoptimiert funktionieren und drahtlos über leistungsfähige Kommunikationstechnologie wie LTE oder zukünftig 5G mit dem Supply Chain Netzwerk integriert werden.

Auf Basis dieses Konzepts entwickelte Nokia eine praktische Anwendung, die Conscious Factory in a Box – FiaB. Ziel des einzigartig flexiblen und agilen „Factory in a Box“-Konzepts ist nichts weniger als die Revolutionierung der Werkshalle, wie wir sie heute kennen. Das System wird je nach Anforderung in einem oder mehreren Containern untergebracht und kann an jeden Standort transportiert werden, um die für die Anforderungen benötigten Kapazitäten vor Ort im „Herkunftsland“ bereitzustellen, und kann dann je nach Bedarf wieder entfernt werden. Agilität ist ein Faktor, der über die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens entscheidet, insbesondere in der Telekommunikationsbranche. Die Factory in a Box spielt dabei eine entscheidende Rolle, da sie das schnelle Realisieren, Testen und gegebenenfalls Optimieren von Produktprototypen ermöglicht. Mehr noch: Wenn eine Produktionsstätte von einer Naturkatastrophe getroffen wird, können wichtige Kundenaufträge mit einer mobilen Fertigungsanlage trotzdem schnell und ortsunabhängig erledigt werden.

Das Partnernetzwerk ist der Schlüssel

Die Factory in a Box ist das Ergebnis der erfolgreichen Zusammenarbeit einer Gruppe von führenden Unternehmen aus dem Maschinenbau und der Elektronikbranche, die demonstrieren wollen, wie Fertigungsunternehmen den Anforderungen der Industrie 4.0 immer einen Schritt voraus sein können: durch eine agile Produktionslösung, die innerhalb von Stunden von einem kleinen Team verpackt, transportiert und wieder in Betrieb genommen werden kann. Das Arbeiten mit einem Netzwerk von Partnern ist eine fantastische Gelegenheit, agiler und schneller auf dem Markt zu agieren und unterschiedliche Anwendungen und Einsatzszenarien unter realen Bedingungen zu testen. Dadurch werden wertvolle Erkenntnisse für den späteren kommerziellen Einsatz sowie das Vertrauen des Marktes gewonnen.

Erfolgreiche Premiere

Auf große Resonanz stieß die Nokia Factory in a Box bei der Premiere im Februar auf dem Mobile World Congress 2018, sowie auf der darauffolgenden Hannover-Messe Ende April und der Automatica im Juni. Das Unternehmen knüpfte auf diesen Messen Kontakte zu vielen potentiellen Kunden und Partnern. Doch damit nicht genug: Nach der Hannover-Messe präsentierten die Partner die FiaB auf ihren Vertriebskonferenzen und anderen Veranstaltungen.

„Diese Fertigungsanlagen sind perfekt geeignet, um den Bedarf regionaler und innovativer Startups zu erfüllen. Sie können durch einfaches Aufstellen zusätzlicher Container am betreffenden Standort den jeweiligen Fertigungsanforderungen entsprechend dimensioniert werden“, sagte Grant Marshall, Leiter Supply Network and Engineering bei Nokia Operations. „Darüber hinaus arbeiten wir an der Schaffung eines intelligenten Lagers und Distributionsnetzes, wobei durch Nutzung aller neuen Technologien unsere Leistung von Anfang bis Ende transparent verfolgt werden kann.“

Der nächste Entwicklungsschritt

Der nächste Entwicklungsschritt hin zur Version 2 der FiaB ist bereits in Planung. Diese wird eine 3D-Drucklösung sowie ein „Conscious Warehouse in a Box“ – WiaB enthalten.

Ausgangspunkt für die Realisierung eines Conscious Warehouse ist Kommunikationstechnologie, die das gesamte Lager mit intelligenten Geräten und Technologien verbindet. In diesem Kontext ist eine Konfiguration mit einem Kontrollzentrum vorstellbar, das – gestützt auf Datenerfassung und -analyse in Echtzeit – einen umfassenden Überblick über alle Arbeitsprozesse bietet. Alle wichtigen Leistungskennzahlen, Berichte und Dashboards sind jederzeit abrufbar. Im nächsten Evolutionsschritt könnte dann ein virtuelles Kontrollzentrum diese Aufgaben übernehmen, in dem Monitore durch Augmented-Reality-Brillen ersetzt werden.

Im Werk im finnischen Oulu führten Nokia und Telia bereits eine Industrie 4.0-Studie durch, bei der 5G-Kommunikationstechnologie mit geringer Latenz und hoher Bandbreite zum Einsatz kam. Außerdem wurde im Rahmen dieser Studie in den Werken unsere Videoanalyselösung über ein 5G-Netzwerk genutzt. Videoanalyse hat das Potenzial, die Fertigungsqualität deutlich zu verbessern, und die Kunden warten bereits gespannt auf diese Erweiterung.

Bestens vorbereitet für die Zukunft

Nokia arbeitet mithilfe innovativer Technologien permanent daran, Liefernetzwerke effizienter, kostengünstiger und fehlerfreier zu machen. Dazu werden zahlreiche Pilotversuche und Machbarkeitsstudien durchgeführt, um jedes gelagerte und bewegte Material echtzeitnah sichtbar zu machen. Mit diesen leistungsfähigen Lösungen lassen sich alle Elemente des Lieferprozesses über Dashboards nachvollziehen und verfolgen. Abweichungen vom Plan werden sofort erkannt und Benachrichtigungen verschickt, damit die Service-Levels wieder eingehalten werden.

www.nokia.com/global/


+++ Weitere Infos +++

Link zur Presseinformation „Factory in a Box“ vom 23. Februar 2018

Link zum Blog „Factory evolution in the near future“ vom 13. März 2018

Link zu dem externen Artikel „Inside the 5G factory“ in der 5G Factory vom 7. September 2018

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