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Entwicklungsbegleitende EMV-Messungen

Produktneuheiten
Entwicklungsbegleitende EMV-Messungen

EMV-Kammer Foto: straschu Elektronikgruppe
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In der EU-Richtlinie 2014/30/EU sind die Anforderungen an die elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) geregelt, die einen störungsfreien Betrieb von elektrischen Geräten, Funk- und Telekommunikationsanlagen beschreibt. Hersteller von elektrischen Geräten müssen diesen Anforderungen nachkommen, damit sich die Geräte nicht durch Aussendung von Störstrahlungen gegenseitig in ihrem Betrieb behindern oder im schlimmsten Fall zu Fehlfunktionen führen. Um Aufwand und Kosten zu minimieren ist es empfehlenswert, schon während der Entwicklungsphase EMV-Messungen durchzuführen.

Die straschu Elektronikgruppe in Stuhr hat deshalb ihr Dienstleistungspaket erweitert und bietet ab sofort entwicklungsbegleitende EMV-Messungen und die Vermietung ihrer Absorberkammer mit dem dazugehörigen Messequipment an. Es können somit schon während der Entstehung eines Produktes Precompliance-Messungen durchgeführt werden, um die Qualität des Störspektrums und die Höhe der Störung zu beurteilen oder um zu überprüfen, ob Grenzwertverletzungen vorliegen. Damit besteht die Möglichkeit während der Entwicklungsphase sowohl die Schaltung als auch die Software zu optimieren, um letztendlich die EU-Konformität zu erreichen. Auf Kundenwunsch steht ein erfahrenes Entwicklerteam zur technischen Beratung bei Layoutentwicklung und Design zur Verfügung.
Die Prüfungen erfolgen nach den EN-Normen 61000, 55011, 55022, in denen die Grenzwerte zu Störaussendungen und Störfestigkeit für Haushalt und Industrie festgelegt sind. Die Durchführung von EMV-Tests nach anderen Normen kann auf Anfrage geprüft werden.
Zum Leistungsumfang gehören gestrahlte Störaussendungen bis 3 GHz sowie leitungsgeführte Störaussendungen. Gestrahlte Störaussendungen können in der Messkammer der straschu Elektronikgruppe bis zu einer Messstrecke von 3 m realisiert werden. Mit 106-dB-Schirmungsmaß und der spektralen Absorptionsfestigkeit der Inneneinrichtung erfüllt die Messkammer alle Normvorgaben.
Für die gestrahlte Störaussendung wird eine Antenne als Messaufnehmer und ein klassischer Messempfänger zur Durchführung von selektiven Messungen eingesetzt. Die Messungen bei leitungsgeführten Störaussendungen erfolgen mit einem Messempfänger und einer Netzwerknachbildung als Messaufnehmer im Frequenzbereich 10 kHz-30 MHz.
Des Weiteren können leitungsgeführte Störbeeinflussungen erzeugt werden. Für diese Prüfung kommt ein Immunity-Tester mit einem integrierten Koppelnetzwerk zum Einsatz, um Störungen auf die Versorgungsleitungen zu bringen. Für Störungen auf Datenleitungen werden Koppelzangen verwendet und zum Schutz nicht zu prüfender Bereiche werden Sperrzangen eingesetzt. Es können Burst-, Surge- und Voltage-Dips-Tests durchgeführt werden.
Um Geräte und Systeme vor elektrostatischer Entladung zu schützen, bietet das Unternehmen zusätzlich elektrostatische Störbeeinflussung bis 16 kV an. Die Tests werden mit einem ESD-Generator (electrostatic discharge) mit auswechselbaren Prüfspitzen und einstellbaren Impulsen ausgeführt.
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