Zwischenbilanz zum Team Neue Technologien

Mit Fokus auf Neuentwicklungen

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Im Team Neue Technologien von Viscom können sich neben den fest angestellten Mitarbeitern auch Studenten aktiv an neuen Entwicklungen beteiligen. Foto: Viscom
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Mit der immer besseren Rechenleistung von Servern und Computern eröffnen sich auch für Industrieunternehmen neue Möglichkeiten, spannende kundenorientierte Lösungen zu konzipieren. Um Entwicklungen in Bereichen wie 3D und Künstliche Intelligenz (KI) noch kreativer und effektiver voranzutreiben, hat die Viscom AG im März 2018 das Team Neue Technologien gegründet, und zieht eine erste positive Zwischenbilanz.

Das Team Neue Technologien hat sich als Keimzelle für neue Ideen und Konzepte etabliert. Alle Mitglieder sind sehr gut mit der Entwicklung von Software vertraut und beherrschen u. a. viele Skript-Sprachen, damit man mit Rapid-Prototyping-Methoden Lösungen möglichst schnell entwickeln und sofort deren Funktionsweise bewerten kann. Die Mitarbeiter sind trotzdem fachlich sehr unterschiedlich vorgebildet. Das Spektrum reicht von Mechatronik über Mathematik und IT bis hin zum Maschinenbau. So ist sichergestellt, dass kreative Impulse aus verschiedenen Richtungen kommen und interdisziplinär in die Tat umgesetzt werden.

Eine Entwicklung, die im Team ihren Ursprung hat und vor kurzem zur Testreife gelangte, ist die KI-unterstützte Verifikation. Ziel der Lösung für die Elektronikfertigung, zu der demnächst erste Feldtests starten: Maschinenbediener sollen bei der Entscheidung, ob im automatischen Inspektionsprozess als möglicherweise fehlerhaft gekennzeichnete Bauteile und Lötstellen nach menschlichem Ermessen doch alle Qualitätskriterien erfüllen oder nicht, von einer auf künstlichen neuronalen Netzen basierenden Softwarelösung unterstützt werden. „Dafür wurde vorher mit einer Vielzahl an Bildern ein Klassifikator angelernt. Er ist praktisch das Ergebnis des KI-Trainings“, erläutert Detlef Beer, Leiter des Geschäftsbereichs Serienprodukte

Im Einsatz gibt die so geschulte Software Wahrscheinlichkeiten zurück, zu wie viel Prozent ein Ergebnis in Ordnung oder nicht in Ordnung ist. Das bedeutet, zu jedem KI-Ergebnis gehört zwingend immer die sogenannte Konfidenz dazu, die aussagt, wie eindeutig eine getroffene Entscheidung ist. Detlef Beer: „Bei einer Anwendung wie beispielsweise der vielfach eingesetzten Spracherkennung reichen für ein zufriedenstellendes Ergebnis 80 bis 90 Prozent Erkennungssicherheit aus. Für die Prüfung von Lötstellen in sicherheitsrelevanter Automobilelektronik brauchen wir aber eine deutlich höhere Wahrscheinlichkeit. Das ist die Herausforderung, der wir uns aktuell stellen.“ Dafür haben Anwendungen mit Deep Learning einen ganz anderen Vorteil: Anders als etwa bei Suchmaschinen oder dem Online-Einzelhandel hat man es nicht mit personenbezogenen Daten zu tun, sondern nur mit elektronischen Bauteilen und Lötstellen.

Wichtige Impulsgeber im Team sind neben den fest angestellten Mitarbeitern auch Studenten. kooperiert mit vielen Instituten unterschiedlicher Hochschulen und Universitäten und bietet Möglichkeiten für Praktika und Abschlussarbeiten zu Themen aus dem Unternehmen. Passend zum interdisziplinären Geist des Teams Neue Technologien sind die vertretenen Studiengänge sehr gemischt und reichen von der Elektrotechnik und Informatik bis hin zur Automatisierungstechnik und dem Maschinenbau. „Ganz klar ist das eine attraktive Einstiegsmöglichkeit . In der jüngsten Vergangenheit haben wir schätzungsweise 50 Prozent der Studenten, die hier eine Abschlussarbeit geschrieben haben, übernommen“, so Detlef Beer.

www.viscom.de

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