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Brexitumfrage: Zwei Drittel der Betriebe sehen vorerst keine Nachteile

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Trotz der heftigen Ausschläge an den Börsen und Devisenmärkten reagieren die Unternehmen in der Region Stuttgart offenbar besonnen auf den geplanten Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union (EU). So werden durch den Brexit eher negative Auswirkungen auf Investitionen und Beschäftigung in Großbritannien als in der Exportregion Stuttgart erwartet. Allerdings verunsichert der Austritt der Briten viele Unternehmen hinsichtlich der Stabilität der EU und der politischen Einigung über deren künftigen Kurs. Dieses Meinungsbild ergibt die Befragung von rund 200 Unternehmen in der Region Stuttgart durch die IHK.

Zwei Drittel der Unternehmen mit Geschäftsbeziehungen zu Großbritannien rechnen bis zum definitiven Austritt der Briten aus der EU zunächst nicht mit negativen Auswirkungen auf ihr Geschäft. Die anderen betroffenen Unternehmen, gut 30 Prozent der befragten Betriebe mit Geschäftsbeziehungen zur britischen Insel, gehen schon während der bis zu zweijährigen Verhandlungen über den Austritt von Rückgängen im Handel mit Großbritannien aus. Es werden negative Auswirkungen sowohl im Export als auch beim Import erwartet.
Nach dem definitiven Austritt Großbritanniens aus der EU in spätestens zwei Jahren erwartet knapp die Hälfte der Betriebe mit britischen Geschäftsbeziehungen (ca. 46 Prozent) einen Rückgang ihrer Geschäfte mit dem Land. 98 Prozent der befragten Betriebe wollen ihre Pläne weder bei Inlandsinvestitionen noch bei der Beschäftigung verändern. 20 Prozent der Befragten wollen weniger in Großbritannien investieren als ursprünglich geplant, 15 Prozent der Unternehmen wollen ihre Beleg- schaften in britischen Niederlassungen reduzieren.
Rückläufige Investitionen in Großbritannien dürften aber auch Auswirkungen auf Industrieausrüster und Dienstleister im Projektgeschäft haben. Zudem sehen über 70 Prozent der befragten Unternehmen Risiken hinsichtlich der Zukunft der EU, der Wechselkursentwicklung und neuer Handelshemmnisse. Mittelfristig negative Auswirkungen auf die Wirtschaftsentwicklung in der gesamten Europäischen Union befürchten dagegen deutlich weniger Betriebe (27 Prozent). 30 Prozent sehen die Dienstleistungsfreiheit in Gefahr. An der Befragung, die bundesweit als Blitz-Umfrage der IHK- Organisation durchgeführt wurde, haben sich rund 200 Betriebe in der Region Stuttgart beteiligt. 110 davon sind Industrieunternehmen, die anderen rund 90 sind Dienstleister und im internationalen Handel tätig. 64 Prozent von ihnen haben Geschäftsbeziehungen zu Großbritannien.
www.stuttgart.ihk.de
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