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Technologieforum mit Hausmesse bei Ersa

Aktuelle Trends in der Elektronikfertigung live
Technologieforum mit Hausmesse bei Ersa

Im Juni veranstaltete Kurtz Ersa an drei Tagen ein Technologieforum mit Hausmesse, um vor Ort und live mit spannenden Vorträgen über neueste Trends in der Elektronikfertigung zu informieren. Zur Vermeidung möglicher Ansteckungsgefahren wurde das Hygienekonzept um eine komplette Teststraße mit Covid-19 PoC-Antigentests erweitert, so dass den Teilnehmern höchstmögliche Sicherheit gegeben war.

Die zweite Veranstaltung dieser Art deckte sämtliche Prozessbereiche ab, vom Schablonendruck über Reflow-, Selektiv- und Wellenlöten bis hin zum automatisierten Rework und Handlöten, vernetzt mit Industrie 4.0, Automation sowie metallischem 3D-Druck. Ergänzt wurde der Event durch eine Live-Ausstellung gemeinsam mit den teilnehmenden Partnern inklusive Demonstration der gesamten Produktpalette des Veranstalters in Verbindung mit dem Experten-Dialog sowie Präsentation der Automatisierungslösungen.

Die Einführung in die Vortragsreihe gestaltete Ersa Gesamtvertriebsleiter Rainer Krauss zusammen mit dem Geschäftsbereichsleiter Tools, Rework & Inspektion Hansjürgen Bolg. Ob Automationslösungen für Schaum- und Gussanwendungen von Kurtz, Automationslösungen für die Produktionsindustrie oder auch für die Elektronikproduktion von Ersa, das Unternehmen hat es sich auf die Fahne geschrieben, seinen Kunden für jede Aufgabe auch die passende Lösung zu liefern. Die passende Lösung dahingehend, dass für jeden Produktionsprozess mittels richtigem Ansatz effizientere und bessere Ergebnisse erzielt werden. Ein Versprechen für die Kunden weltweit, denn mit dem Markenmotto „Global. Ahead. Sustainable.“ sieht sich das Unternehmen in der Verpflichtung, als Global Player im internationalen Verbund zu fertigen und damit den Kunden global neben besten Service und führenden Leistungen in Form innovativer Lösungskonzepte das Augenmerk auf nachhaltiges Wirtschaften sowie verlässliche Partnerschaften mit Kunden und Lieferanten nicht zu verlieren. Der Kurtz Ersa-Konzern mit seiner globalen Präsenz fertigt in Europa, Asien sowie Nordamerika und ist mit seinem Vertriebsnetzwerk in mehr als 90 Ländern vertreten, um stets regionale Kundenbedürfnisse aufzunehmen und in den Produktentwicklungen umzusetzen. In der Anlagen-Gesamtautomatisierung werden alle prozessrelevanten Gebiete vollautomatisiert in maßgeschneiderte Kundenlösungen integriert, vom Eintreffen der Komponenten bis zur Verpackung des Endproduktes bevor es zum Versand geht. Für sämtliche Prozesse wie Entpacken, Prüfen, Montieren, Verschrauben, Teilehandling, Transportieren oder Verpacken hält der Veranstalter eine Lösung parat, wie aus den präsentierten Anwendungsbeispielen hervorging. Marcel Buck, Productmanager Versaguide, fokussierte auf den Bereich der Lötanwendungen und die Umsetzung zur Automatisierung von Wellenlötanlagen oder Selektivlötanlagen inklusive Bedeutung einer optischen Kontrolle durch Versaguide zur Vermeidung von Montagefehlern. Durch Key-Solutions für die THT-Elektronikfertigung vertiefte er die Thematik zur Qualitätssicherung.

Nicolas Bartschat als Produktmanager Industrie 4.0 stellte die digitale Zukunft mit Kurtz Ersa Connect vor. Durch Industrie 4.0 sollen bestehende Prozesse verbessert und erweitert werden. Smart Services zur Steigerung der Servicequalität, Smart Machine zur Verbesserung der Prozessqualität der Anlagen und Smart Production für eine umfängliche Transparenz im Produktionsprozess. Mit Hilfe einer Gateway-Architektur ist die Konnektivität der Maschinen sicher, die Sicherheitsthemen werden mit Microsoft Azure umgesetzt und Kurtz Ersa Connect als zentrale modulare Plattform für sämtliche digitalen Lösungen eingesetzt. Neben der Einstiegslösung ohne Maschinenanbindung als „quick wins“ war mehr über grundlegende Inhalte zur Verbindung der Unternehmens-Anlagen zu MES sowie Connect-Plattform mit dazu passenden Lösungen zu erfahren. Monitoring in Echtzeit für hohe Transparenz sowie Auswertung aller relevanter Produktdaten gelten als wichtige Punkte zur Stillstandsvermeidung und Optimierung einer Produktionslinie. Abschließend wurden aufbauende Lösungen wie Baugruppentraceability sowie Warenträgertracing vorgestellt.

Nachdem mit der Miniaturisierung von Bauteilen auch die Fehleranfälligkeit durch Leiterplatten-Toleranzen zunimmt, gab Michael Zahn von der Christian Koenen GmbH mit seinem Vortrag über den Einfluss der Leiterplatte auf den Schablonendruck im Fine-Pitch-Bereich den Tipp, dass durch Anpassung des Schablonendesigns die Fehlerrate bei solch Baugruppen stark reduziert werden kann. Im Bereich der Additiven Fertigung erläuterte Dawid Ziebura, Laser Melting Innovations GmbH+Co.KG in Zusammenarbeit mit Clemens Frenzel, Product Manager Additive Manufacturing bei Kurtz Ersa, die Potentiale des metallischen 3D-Drucks mittels LPBF (Laser Powder Bed Fusion). Einstiegsmodell Alpha 140 vereint innovative additive Fertigungstechnologie mit sehr einfacher Bedienung sowie geringen Anlagenkosten und bietet sich somit als optionale Lösung besonders für kleine und mittelständische Unternehmen für die werkzeuglose Fertigung von Metallteilen. So realisiert LPBF die Herstellung komplexerer Bauteildesigns ohne zusätzliche Fertigungskosten inklusive Integration zusätzlicher Funktionen oder interner Leichtbaustrukturen. Durch die Möglichkeit, Prototypen in Kleinserien mit serienidentischen Werkstoffeigenschaften in schneller Zeit herzustellen, ergibt sich eine verkürzte Zeit bis zur Markteinführung eines neuen Produktes. Die Kooperationspartner bieten gemeinsam Anlagen und Dienstleistungen für den Einstieg in den metallischen 3D-Druck an. Ergänzt wurden die Vorträge am zweiten Tag durch Themen über Reinigungsmethoden und Stickstoffsysteme.

Live-Ausstellung und -Vorführung

Neben technischen Innovationen aus der Welt des Selektivlötens und Reflowlötens (Ersa EXOS 10/26 kombiniert mit ausgefeilten Automationslösungen) sowie hochautomatisiertem Rework (in Form der Systeme HR 500 und HR 600 XL) wurde ebenfalls unter anderem der 3D-Drucker Alpha 140 mit Live-Demos gezeigt – die teilnehmenden Geschäftspartner komplettierten das vorgestellte Programm mit topaktuellem Elektronikfertigungs-Equipment. Reger Austausch erfolgte daher auch im Dialog mit den Technologie-Experten direkt an den Systemen sowie mit den teilnehmenden Partnern. Ein Blick über den eigenen Tellerrand erfolgte bei der Podiumsdiskussion zur Einpresstechnik mit sechs physisch anwesenden Teilnehmern und weiteren digital zugeschalteten Experten. Die Technologie des Einpressens elektronischer Bauteile auf Leiterplatten wird vermehrt bei Hochstrom-Applikationen und normalen Steckverbindern eingesetzt.

Großes Lob erhielt der Veranstalter für die gelungene Veranstaltung, die unisono von den Teilnehmern für die perfekte Organisation und ein perfekt ausgearbeitetes und gelebtes Hygienekonzept gelobt wurde. Die Begeisterung aller Beteiligten, dass endlich wieder ein persönliches Treffen stattfinden konnte, war förmlich greifbar. „Nach den vielen Monaten auf Abstand hat das Technologieforum endlich wieder einmal das Gefühl des Zusammenseins erlebbar gemacht, das für Branchen wie die Elektronikfertigung so wichtig ist“, betonte Ersa Geschäftsführer Ralph Knecht. Bestes Wetter und ein flankierendes Rahmenprogramm mit Besuch der Kurtz Ersa-Hammerschmiede in Hasloch vervollständigten das Programm. „Das waren drei tolle Tage, in denen wir Kunden und Interessenten im Zusammenspiel mit unseren Partnern die aktuellsten Innovationen für die Elektronikfertigung nahegebracht haben – das wiederholen wir bestimmt bald wieder“, sagte ein zufriedener Ersa Gesamtvertriebsleiter Rainer Krauss am Ende Technologieforums. (dj)

www.ersa.de

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