Automobilzulieferer setzt mit 3D-SPIs und 3D-AOIs einen firmeninternen, weltweiten Standard Das smarte Auto und seine Elektronik - EPP

Automobilzulieferer setzt mit 3D-SPIs und 3D-AOIs einen firmeninternen, weltweiten Standard

Das smarte Auto und seine Elektronik

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Türen aufzuhalten galt lange als ein Privileg des Mannes. Doch längst braucht die Dame von heute dafür keinen Mann mehr – ihr Auto ist genauso smart und öffnet einfach selbst die Heckklappe, wenn die Dame mit vollen Shoppingtüten davor steht und mit ihrem Fuß dem smarten Automobil einen kleinen Wink dazu gibt. Die Technologie dazu kommt von der Huf Electronics Düsseldorf, die als globaler Automobilzulieferer nun einen Standard in ihren Fertigungen etabliert hat: Weltweit an allen Standorten werden 3D-SPIs und 3D-AOIs von Koh Young eingesetzt – damit das Auto auch garantiert so smart bleibt und nicht irgendwann der Dame oder dem Herrn seinen Dienst verweigert.
In vielen Modellen namhafter Fahrzeughersteller werden elektronische Baugruppen, wie zum Beispiel Steuergeräte oder Türgriffsensoren, von Huf Electronics Düsseldorf verbaut. Nicht nur bei volumenstarken Modellen, sondern auch bei Luxusgefährten ist das Unternehmen am Markt vertreten. Von den Kicksensoren für die Heckklappe über Heckfahrkameras bis hin zu Telematikboxen, die das Fahrverhalten tracken, werden mit vier über den Globus verteilten Elektronik-Produktionsstandorten smarte Lösungen für die Automobilindustrie geliefert.
Gestiegener Qualitätsstandard
„Der Automobil-Markt ist hart umkämpft, es herrscht ein hoher Preisdruck; das macht es einem deutschen Unternehmen nicht leicht, am Markt zu bestehen – schließlich produzieren wir hier mit deutscher Philosophie für Qualität“, sagt Sascha Bußler, der den weltweiten SPI- und AOI-Standard für die Unternehmensgruppe mit Sitz in Velbert aufbaute. „Um unsere Kundenwünsche zu erfüllen, war es nötig, auf ein 3D-SPI umzusteigen. Immer häufiger wird Pastendruck-Kontrolle ins Lastenheft geschrieben. Für uns ist es aber auch angesichts von Großserien, die in den Millionenbereich gehen, zur Prozessoptimierung und -absicherung nötig“, erklärt er, weshalb bei Huf Electronics Düsseldorf seit 2009 SPIs von Koh Young gekauft werden.
„Nicht nur die Pseudofehlerrate ist heute ein entscheidendes Kriterium für ein Inspektionssystem. Schlupf ist grundsätzlich nicht erlaubt und die Programmierzeiten werden immer wichtiger. Bei klassischen Inspektionssystemen ist der Programmierer der entscheidende Faktor für die Qualität der Inspektion“, weiß Rudolf Niebling, Geschäftsführer von SmartRep. Unabhängig davon wie viele „Ds“ – gemeint sind Dimensionen – ein Anwender in sein Inspektionssystem investiere, sei es deshalb entscheidend, dass es sich um ein echtes Messsystem handele, bei dem kein Spielraum für Interpretation gegeben ist. Dies zeichnet alle Systeme von Koh Young aus und hat das koreanische Unternehmen zum Marktführer im Bereich Inspektion gemacht.
Bei der Productronica 2009 stach den Ingenieuren von Huf Electronics Düsseldorf die 3D-Lotpasten-Messung des Unternehmens ins Auge: „Schon damals war uns klar: Diese Technologie würde einen neuen Standard setzen“, sagt Sascha Bußler. Wichtig war dem Unternehmen zudem, dass weltweiter Support möglich ist, da das Unternehmen neben den Werken in Düsseldorf und Bretten auch Elektronikfertigungen in Mexiko und China betreibt. „Im Gegensatz zu vielen anderen Anbietern konnte Koh Young diesen Service damals schon mithilfe seiner Distributoren leisten.“ Die beiden Produktionsstandorte in Deutschland werden dabei von der Firma SmartRep betreut, die den Hersteller exklusiv im deutschsprachigen Raum vertreibt.
„Heute sind wir in der Lage über eine zentrale Datenbank alle Systeme eines Kunden zu vernetzen und somit an allen Standorten die gleichen Qualitätsmaßstäbe anzusetzen. Da bei einem Messsystem keine maschinenspezifischen Anpassungen notwendig sind, lassen sich Programme und Grenzwerte einfach übertragen“, so Harald Eppinger, Geschäftsführer von Koh Young Europe.
AOI mit 3D-Technologie
Seit Ende 2014 setzt Huf Electronics Düsseldorf auch in der automatischen optischen Inspektion auf 3D-Technologie des Inspektionssysteme-Herstellers. Wieder sollte ein unternehmensweiter Standard etabliert werden und so starteten die Ingenieure und Techniker einen neuen Benchmark: „Wir bereiteten eine Baugruppe vor, mit der wir mehrere AOIs testeten: Die Koh Young „Zenith“ hat die Fehler im Testboard gleich erkannt und es haben sich auch keine Pseudofehler eingeschlichen“, berichtet Sascha Bußler von dem Testlauf im Hanauer Demozentrum der Firma SmartRep. Weil die Zenith wirklich komplett in 3D misst, wurde bei der Standard-Etablierung erneut der koreanische Hersteller gewählt.
Am AOI gefällt den Prozesstechnikern, dass die Pseudofehlerquote äußerst gering ist und sich bei der Analyse nicht auf Grauwerte, sondern eine echte 3D-Messung verlassen wird. „Unsere Automotive-Kunden erwarten mittlerweile eine First Pass Yield-Quote von nahezu 100 Prozent“, sagt Bußler. „Bei der Produktion unserer Schlüsselsender in unserem Werk in Puebla, Mexiko, hatten wir einen direkten Vergleich zu einem 2D-AOI: Die Pseudofehlerquote bei der Zenith war wesentlich geringer“, berichtet Bußler.
Huf Electronics Düsseldorf misst mit den Koh Young Systemen Bauteilgrößen von 0402 bis hin zu 112 Quad Flat Packages. Alle Anlagen sind an das MES-System angeschlossen. Traceability ist eine Selbstverständlichkeit. Im Düsseldorfer Werk wird in Dreischicht sieben Tage die Woche an vier SMT-Linien produziert. Erst 2015 erweiterte der Automobilzulieferer die Produktionsfläche um 50 Prozent am Standort Düsseldorf. „In unserer gesamten Baugruppenbestückung fertigen wir vollautomatisiert inline bis zur Nutzentrennung“, sagt Prozesstechniker Oliver Thiemann bei einem Rundgang durch die Fertigung.
Und Huf wächst weiter: Für die außereuropäischen Standorte sind für 2016 Erweiterungen geplant. Dabei setzt die Unternehmensgruppe alles daran, dass Autos noch smarter werden. Beispielsweise ist der Funkschlüssel mittlerweile ein kleiner Computer: Die kompletten Fahrzeugdaten können im Schlüssel gespeichert werden, so dass in der Werkstatt die Daten vom Autoschlüssel ausgelesen werden können. Dass die Elektronik dabei einwandfrei funktioniert, dafür sorgt die 3D-Messung mit Koh Young Systemen.
Qualität muss produziert werden, sie kann nicht herbei geprüft werden Werner Niefer (dt. Automobilmanager)
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