Reinigung mit gleichbleibend hoher Qualität und umweltfreundlichen Arbeitsprozessen - EPP

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Reinigung mit gleichbleibend hoher Qualität und umweltfreundlichen Arbeitsprozessen

Foto: Zestron
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„Zestron hat sich seit dem Start von No-Clean, Anfang der Neunziger Jahre, vom No-Name in der Elektronik zum Weltmarktführer in der Elektronikreinigung mit sieben eigenen Niederlassungen weltweit entwickelt,“ erklärt Geschäftsführer Ralph Hoeckle. Als Garant für langfristig zuverlässige Reinigungsprozesse in der Elektronikfertigung werden ausschließlich Reinigungsprodukte entwickelt, die innovativ und technologisch einzigartig sind.
Herr Hoeckle, Zestron ist nach fast 25 Jahren Präsenz am Markt in der Zwischenzeit eine Instanz für Problemlösungen in der Elektronikreinigung. Wenn Sie auf diese Zeit zurückblicken, was sind aus Ihrer Sicht die wesentlichen Meilensteine in der Elektronikproduktion mit Bezug auf Reinigung?
Zum einen der nachhaltige Trend, weg von Lösemitteln und hochalkalischen Systemen. Treibende Kräfte waren hier Arbeitssicherheit und Materialverträglichkeit mit Baugruppen. Beides hat Zestron durch innovative Produkte mitbestimmt. Heute kann man die meisten Reinigungsanforderungen wasserbasiert und sogar pH-neutral erfüllen. Natürlich bieten auch wir weiterhin Lösemittelsysteme an, die technische Notwendigkeit gibt es aber einfach nur noch selten.
Dies gilt über alle Anwendungen hinweg, von der anspruchsvollen Baugruppenreinigung über die Schablonenreinigung bis hin zur Wartungsreinigung von Reflow-Ofenteilen oder Lötrahmen.
Zum anderen die Tatsache, dass „Reinheit“ an sich über die Jahre eine immer höhere Bedeutung in der gesamten Elektronik-Fertigungskette angenommen hat. Wir stellen schon seit einiger Zeit fest, dass die Verunreinigung durch Flussmittelrückstände nur noch einen Teil der Reinigungsanforderungen ausmachen. Verunreinigungen, die im Fertigungsprozess entstehen wie Partikel oder Stoffe, die durch Trägersubstrate bzw. Komponenten ins System gebracht werden, nehmen zu. Das Thema Reinheit muss also ganzheitlicher betrachtet werden und nicht nur auf Einsatz einer No-clean Lotpaste reduziert. Zuverlässigkeit ist der Schlüssel! Dieser Trend wird sich vor allem in Westeuropa mit seinen sehr anspruchsvollen Endkunden und Bestückern weiterentwickeln.
Was raten Sie dem Anwender, der bei steigenden Anforderungen den für seine Produktion geeigneten Reinigungsprozess sucht?
Die Anzahl der am Markt operierenden Anlagenhersteller und Chemielieferanten wird größer. Dadurch hat der Anwender im positiven Sinne die Qual der Wahl. Gleichzeitig steigt aber auch sein Zeitaufwand, den richtigen Prozess zu finden, wenn er auch nur die wichtigsten Alternativen gegeneinander vergleichen will.
Zestron hilft seit Jahren dem Anwender diesen mühsamen Prozess zu vereinfachen - wie? Durch eine bewährte und repräsentative Auswahl an Anlagentechnik und Chemie in unseren technischen Zentren, können wir viele Anwender oft schon innerhalb eines Tages eine praxistaugliche Lösung für ihr spezifisches Reinigungsproblem deutlich näherbringen. Neben praxisbewährten Lösungen kann der Anwender bei uns auch sehr innovative Ansätze testen, von der Chemie über die Anlagentechnik bis hin zur Prozessüberwachung.
Diese herstellerneutrale Herangehensweise, die auch in unseren sechs weiteren Standorten in Asien und USA gepflegt wird, hat sich für unsere Kunden bewährt und schafft schnell Entscheidungssicherheit für deren Investitionen.
Klingt ja ganz gut, aber wie läuft das genau ab?
Der Anwender kommt in unser technisches Zentrum und führt mit seinem Reinigungsgut, von unseren erfahrenen Anwendungsingenieuren begleitet, auf Anlagen verschiedener Hersteller Versuche durch. Sofort danach erfolgt professionelle Reinheitsanalyse mit modernsten Verfahren und ein technischer Bericht, der meist als Handlungsleitfaden für die nächsten Schritte dient.
Bei der Baugruppenreinigung z.B. schafft die bei uns verfügbare Ionenchromatographie eine deutlich bessere Kenntnis über den „Oberflächenzustand“ der Baugruppe, vor oder nach der Reinigung, als der bisher übliche Contaminometer-Test.
Was gehört heutzutage zu einem funktionierenden Reinigungsprozess?
Natürlich eine gute Maschine, die passende Chemie sowie ein abgestimmtes Set an Parametern als Grundvoraussetzung. Das reicht aber nicht. Der Anwender benötigt dauerhaft gute Ergebnisse mit minimaler Eingriffsnotwendigkeit in den Reinigungsprozess und wenig Wartungsaufwand. Er möchte ein breites Prozessfenster, damit unvermeidbare Schwankungen in vorgelagerten Prozessen sich nicht sofort auf seine Qualität auswirken. Dazu ist eine Prozessüberwachung und -steuerung wichtig.
Eine solche Überwachung kann, je nach Qualitätsanforderung, stichprobenartig oder kontinuierlich geschehen. Für stichprobenartige Messungen bietet Zestron kostengünstige und einfach durchzuführende, manuelle Badüberwachungskits an, welche allerdings keine automatische Dokumentation liefern. Die automatische Messung, die unser Zestron-EYE-System ermöglicht, liefert dem Operator Daten wie Reinigerkonzentration und Temperatur in Echtzeit. Sollten Parameter aus dem definierten Prozessfenster laufen, erfolgt Warnmeldung und es kann unmittelbar eingegriffen werden. Damit ist eine kontinuierliche Prozesskontrolle möglich, die besonders im Bereich der Baugruppenreinigung häufig zum Einsatz kommt. Mit der damit auch möglichen Zuordnung von Prozessdaten zu Produktions-chargen leisten wir auch unseren bescheidenen Beitrag zur Integration der Reinigung in Elektronikindustrie 4.0.
Zestron bezeichnet sich als Anbieter ganzheitlicher Lösungen und deshalb als Garant für langfristig zuverlässige Reinigungsprozesse in der Elektronikfertigung. Was verstehen Sie darunter?
Ganzheitlich bedeutet für uns in diesem Zusammenhang: langfristig zufriedenstellend und alle Bedarfe des Anwenders bedienend. Neben der bereits erwähnten Unterstützung bei der Prozessfindung begleiten wir daher unsere Kunden natürlich auch bei nachträglich notwendig werdenden Änderungen im Prozess so eng wie möglich. Die unbürokratische „Unterstützung auf Abruf“ wird von vielen unserer Kunden als hilfreich wahrgenommen und geschätzt.
Aber auch Know-how Transfer und Training für unsere Kunden gehört dazu. Seit mehreren Jahren ist die eigenständige Zestron-Academy sehr erfolgreich tätig. Sie vermittelt unserem erweiterten Kundenkreis Fachwissen bei flankierenden Themen rund um Reinigung, Reinheit und Zuverlässigkeitsanalyse z.B. auf den Gebieten Kriechstromsicherheit und Beschichtung. Mit maßgeschneiderten, vertraulichen Coachings unterstützen wir die Lösung spezifischer Aufgabenstellungen, insbesondere bei der Root-Cause-Analyse.
Kürzlich eröffnete Zestron eine weitere eigenständige Niederlassung in Südkorea. Was waren die Beweggründe für diesen Schritt?
Wie bereits erwähnt, ist Zestron als einziger Anbieter für Reinigungstechnik an allen „Technologiestandorten“ dieser Welt mit eigenen Niederlassungen vertreten. Warum? Nun, nur über eigene Fachkräfte schaffen wir den notwendigen technischen Support (Technikum, Reinigungsversuche, Analytik usw.), den die Kunden erwarten und brauchen. Da wir im Wachstumsmarkt Südkorea bereits seit über 10 Jahren erfolgreich tätig sind und nachdem unsere Strukturen in China, Malaysia und Japan erfolgreich entwickelt sind, war dies ein für uns logischer Schritt.
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