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Der Sommer und seine Schattenseite

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Der Sommer und seine Schattenseite

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Arbeiten wenn die Sonne vom Himmel lacht, die Temperaturen den Schweiß treiben und den Geist lähmen. An heißen Tagen arbeiten zu müssen, ist kein reines Vergnügen. Doch gibt es Methoden, solch Tage besser zu überstehen. Wie jedes Jahr leiden viele an ihren Arbeitsplätzen unter den klimatischen Verhältnissen. Es ist stickig, schwül, die Räume heizen sich auf und die trockene Luft macht dem Körper zusätzlich zu schaffen. Während der Schweiß fließt, scheint der Geist gelähmt und die Gedanken stocken. Die hohen Temperaturen machen müde und die feuchten Finger kleben an der Tastatur. Dabei ist der Büroangestellte noch in einer glücklicheren Situation, muss er nicht draußen arbeiten und der ist der wirklichen Gluthitze ausgesetzt. Doch auch im Büro fällt konzentriertes Arbeiten bei Hitze schwerer. Bereits ab Temperaturen von 22°C sinkt die Leistungsfähigkeit des Menschen pro zusätzlichen Wärmegrad um 5%. Ein Anrecht auf hitzefrei wie in der Schule hat der Mitarbeiter aber nicht. Verbindliche Regelungen für Hitzepausen an Nicht-Hitzearbeitsplätzen gibt es weder im staatlichen noch im berufsgenossenschaftlichen Regelwerk. Doch wie warm darf es eigentlich am Arbeitsplatz sein? In der Arbeitsstättenverordnung steht lediglich, dass eine gesundheitlich zuträgliche Raumtemperatur bei der Arbeit bestehen muss. Die Verantwortung dafür, dass Arbeitnehmer unter gesundheitsgerechten Bedingungen arbeiten können, trägt der Arbeitgeber. Er muss Arbeitsräume so einrichten, dass die Beschäftigten in seinem Betrieb keinen Gesundheitsgefahren ausgesetzt sind. Wenn also beispielsweise die Raumtemperatur zu hoch ist, ist er verpflichtet, Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit zu treffen. Das Gesetz schreibt als Rangfolge vor, zunächst technische, dann organisatorische und als letzte Möglichkeit personenbezogene Schutzmaßnahmen durchzuführen.

Als technische Maßnahmen sind zunächst Veränderungen am Gebäude möglich, denn wenn Gebäude gut isoliert und geplant sind, werden schlecht temperierte Arbeitsräume von vornherein vermieden. Zu heiße Arbeitsräume können mithilfe von Klimaanlagen oder durch Ventilatoren gekühlt werden. Wenn jedoch weder bauliche Maßnahmen noch Kühlung möglich sind, kann ein gewisser Ausgleich zu der Hitzebelastung durch so genannte Ersatzmaßnahmen erreicht werden. Dazu zählen organisatorische Maßnahmen wie nächtliche Lüftung, Verkürzung der täglichen Arbeitszeit (Gleitzeit), zusätzliche stündliche, auf die Arbeitszeit anzurechnende Pausen, Verlegung der Arbeitszeiten in die kühleren Morgenstunden im Rahmen von Gleit- und Kernzeitregelungen, Vermeidung von Überstunden, Lockerung von Kleiderordnungen oder die Bereitstellung von geeigneten, nicht zu kalten Getränken. Aber auch der Arbeitnehmer selbst muss bei tropischen Temperaturen vorbeugen. Personenbezogene Schutzmaßnahmen appellieren an die Eigenverantwortung der hitzeexponierten Arbeitnehmer und fordern trinken, trinken, trinken, mindestens zwei Liter pro Tag. Dabei sind ideale Durstlöscher sind nicht zu kalte, alkohol- und koffeinfreie Getränke, am besten Mineralwasser, und mehrere leichte, wenig scharfe Mahlzeiten über den Tag verteilt, luftdurchlässige, leichte, nicht einengende Kleidung in hellen Farben und bequeme, offene oder luftdurchlässige Schuhe tragen. Wie gut wir Hitze vertragen, hängt auch vom momentanen körperlichen Befinden ab. So wird die Hitze zum Beispiel bei Erkältung oder anderen chronischen Erkrankungen deutlich schlechter vertragen. Typische hitzebedingte Beschwerden können sich äußern als: Schwindel, Kopfschmerzen, Erschöpfung, Übelkeit, Erbrechen. Doch im Allgemeinen gibt es keine wissenschaftlichen Grundlagen, aus denen sich ein Schädigungsprinzip ableiten lässt. Arbeiten in der Hitze mag anstrengend sein, gefährlich wird es nur dann, wenn die körpereigene Temperaturregulation überfordert wird und nicht mehr in der Lage ist, die Körperkerntemperatur auf 37°C konstant zu halten.
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