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Durchdachte Strategie

20 Jahre Hightech-Automatisierungslösungen für die Elektronik- und Mechanikindustrie
Durchdachte Strategie

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Anlässlich einer Presseveranstaltung am Firmensitz in Genk/Belgien gewährten die Geschäftsführer der IPTE FA Vladimir Dobosch und Hubert Baren einen allumfassenden Einblick in das Unternehmen, angefangen bei der Gründung, über den Werdegang seit Bestehen bis zum aktuellen Tag mit einem Blick in die künftige Ausrichtung. Mit einem abschließenden Rundgang durch das Democenter und die Produktion vervollständigte man den Eindruck eines stets wachsenden internationalen Unternehmens.

Im Jahr 1992 gründeten fünf Ingenieure in Belgien ein kleines Unternehmen für Test-Automatisierung und legten damit den Grundstein für die spätere IPTE Factory Automation (FA), Integrated Production and Test Engineering. Was damals klein begann, hat sich mittlerweile zum globalen Systemlieferanten für individuelle, flexible und hoch technisierte Automatisierungslösungen gemausert. Aktuell beschäftigt das Unternehmen rund 550 Mitarbeiter weltweit.

Möglichkeiten genutzt
Das Produkt- und Leistungsangebot ist seit der Gründung kontinuierlich und wesentlich erweitert worden – sowohl aus eigener Kraft, als auch durch geeignete Akquisitionen. Angeboten werden universelle Lösungen zur Fabrik- und Produktionsautomatisierung sowie für den Baugruppen- und Produkttest. Geblieben sind die Unternehmensziele, die Huub Baren, einer der Gründer und Mehrheitseigner des Unternehmens definiert hat: „Wir wollen der führende, unabhängige und globale Partner für die Elektronik- und Mechanikindustrie sein. Dabei begleiten wir unsere Kunden weltweit an ihren Standorten.“
Durch gezielte Investitionen in Forschung und Entwicklung erarbeitete sich das Unternehmen einen festen Platz als bevorzugter Partner für Automatisierungs- und Testlösungen für führende Elektronikproduzenten vieler Branchen in aller Welt. „Unsere Präsenz auf dem Weltmarkt wird von unseren Kunden honoriert und bestätigt unsere Prämisse, gemeinsam mit unseren Kunden überall auf dem Globus mit eigenen Aktivitäten vertreten zu sein“, bestätigt Hubert Baren, einer der Geschäftsführer des Unternehmens.
Anfänglich stand die Idee, universelle Lösungen für die Testautomatisierung anzubieten im Mittelpunkt. Im Laufe der Jahre wurde das Unternehmen wesentlich breiter aufgestellt. Dabei hat man die Idee der universellen Lösungen jedoch beibehalten. Das Angebot umfasst seit 1998 auch den Bereich der Produktionsautomatisierung durch Übernahme der Philips AoT(Automation of Test). Damit stand man nicht mehr im Wettbewerb zu Philips, und im Übrigen war dies der Bereich, aus dem die Gründer ehemals kamen. Zwischenzeitlich agierte die IPTE NV von 1999 bis 2009 auch als Auftragsfertiger für die Elektronikindustrie (EMS = Electronic Manufacturing Service). Mit Wirkung zum 1. Januar 2010 wurde der Geschäftsbereich Automatisierung aus der IPTE Gruppe ausgegliedert und an die beiden IPTE-Gründer Huub Baren und Vladimir Dobosch verkauft und firmiert seither unter seinem jetzigen Namen. Das Unternehmen betreibt eine globale Vertriebs- und Service-Organisation für die Kunden mit aktuell mehr als 15 Standorten in Europa, Amerika und Asien.
Globale Aktivitäten
Im Bereich der Fabrikautomatisierung und Produktionsausrüstung für die Elektronikindustrie ist man einer der Marktführer. Das Unternehmen entwickelt schlüsselfertige Automatisierungs-Systeme für Produktion, Test und Bearbeitung von Leiterplatten und Baugruppen sowie für Endmontage und Test elektrischer, elektronischer und anderer, auch sehr komplexer Geräte. Das hat zwölf Engineering- und Produktionsstandorte in Belgien, Deutschland, Frankreich, Portugal, Spanien, Mexiko, Estland, Rumänien und China. Zu den Kunden zählen namhafte Hersteller der Telekommunikation, Unterhaltungselektronik, der Industrie- und Kfz-Elektronik, der Kfz-Zulieferindustrie sowie aus allen Bereichen der Montagetechnik und des verarbeitenden Gewerbes. Die Referenzliste umfasst Unternehmen wie Autoliv, Bosch, Continental, Delphi, Ericsson, Hella, Jabil, Johnson Controls, Lear, Leoni, Siemens, TE Connectivity, TechniSat, TP Vision, TRW, Vaillant, Valeo, Visteon und Yazaki.
Der Schwerpunkt des Geschäfts erweiterte sich neben Europa ab 1997 auf die USA, 2002 kam auch der asiatische Raum hinzu. In den Zentren der chinesischen Elektronik-Industrie Shenzhen (in der Region HongKong) und Shanghai wurden Vertriebsbüros eröffnet. Mit einem Anteil von mehr als 20% am Gesamtumsatz hat 2011 das außereuropäische Geschäft des Unternehmens weiter an Bedeutung gewonnen. In den Märkten China und Mexiko wurde der Umsatz verdoppelt, insofern kaum verwunderlich, dass dort auch weiter ausgebaut werden soll. In Brasilien hat das Unternehmen 2011 ein neues Service Center eröffnet, das die Kunden in dieser Re- gion betreut.
Lösungen für die Automatisierung
Hauptstandorte des Unternehmens sind in Belgien, Frankreich und Deutschland. Schlüsselfertige Lösungen für den automatisierten Leiterplattentest, Automatisierung für In-Circuit-Test und Funktionstest, Komponenten für Boardhandling (alle Arten von automatischen Handlings-Einheiten für Leiterplatten, Transport- und Zwischenlagerlösungen) und Produktionslinien sowie Test- und Applikationsentwicklungen nach Maß werden in Genk, Belgien, entwickelt und produziert.
Am Standort Heroldsberg in der Metropolregion Nürnberg werden Nutzentrenner für Leiterplatten, Bestückungsautomaten für Sonderbauteile sowie Test-Applikationen, Produktions- und Montagezellen für kundenspezifische Fertigungslinien entwickelt und produziert. Produkt-Design und Prototypenentwicklung an diesem Standort kommen hinzu. Operativ ist zudem die IPTE-Platzgummer GmbH in Karlsfeld bei München an den Standort Heroldsberg angegliedert. Schwerpunkt der Aktivitäten dort sind die Entwicklung und der Bau von kundenspezifischen Montageanlagen. Zu den Kunden im In- und Ausland zählen die Automobilindustrie und deren Zulieferer.
In Frankreich werden Kontaktierungen und spezielle mechanische Aufnahmeelemente für Leiterplatten in Testautomaten hergestellt. Ebenfalls in Frankreich befindet sich der Firmensitz der im Jahr 2003 von der IPTE übernommenen Automatisierungsgruppe Prodel. Die Prodel-Aktivitäten umfassen primär die mechanische Automatisierung und entsprechende Test-Applikationen.
Relativ jung sind die Engineerings- und Produktionsstandorte in Portugal, China und Mexiko. In diesen Regionen steht aber bereits das komplette Produkt- und Leistungsangebot inklusive Service zur Verfügung.
Die Entwicklung der IPTE NV war von einem rasanten Wachstum begleitet. Ausgehend von 0,8 Millionen Euro im Jahr 1993 konnte der Umsatz anfangs fast jedes Jahr durch eigene Leistungen und gezielte Akquisition neuer Unternehmensteile verdoppelt werden. Die allgemein schwache Wirtschaftsentwicklung, im Wesentlichen die Marktschwächen im Bereich Telekommunikation sowie im PC-Segment, bremsten um die Jahrtausendwende das Umsatzwachstum. Nicht zuletzt sicherten die Eröffnung der Vertriebsbüros in China sowie der Ausbau der Präsenz in Asien und Amerika das weitere Wachstum.
Mit einer Umsatzsteigerung um 35% auf 77 Millionen Euro hat das Unternehmen das Geschäftsjahr 2011 abgeschlossen. Geplant war ein Umsatz von 65 Millionen Euro. Seit dem Neustart nach der Ausgliederung zum 1. März 2010 erwirtschaftet man ein positives Betriebsergebnis. (dj)

  • 1992: Start ITE mit fünf Mitarbeitern
  • 1995: ITE UK
  • 1997: ITE USA; ITE Germany; ITE France
  • 1998: Akquisition der Philips Automation of Test (AoT); Gründung ITE Asia Pacific, Singapur; Akquisition der PTS, Deutschland, jetzt IPE genannt; Gründung ITE Nordic
  • 1999: ITE America; Akquisition von Connect Systems
  • 2000: Einheitlicher Name IPTE für alle Unternehmensteile; Einführung an der Börse in Brüssel; Akquisition von ARF Test, Frankreich
  • 2001: Akquisition der And Elec, Frankreich; Akquisition von Autoveyor, Singapur
  • 2002: Gründung IPTE China; Akquisition von Ratio Slovakia
  • 2003: Gründung Connectronics Rumänien; Gründung IPTE Optronics; Akquisition von AnTest, Frankreich; Übernahme der Prodel-Gruppe, Frankreich
  • 2004: Gründung IPTE Industrial Automation Shanghai, China; Gründung PTE Iberia Automação Industrial, Portugal; Akquisition von Infotron, Deutschland
  • 2005: Umzug der IPTE Germany GmbH nach Heroldsberg
  • 2006: 100-%-Übernahme von Antest, Frankreich; Erweiterung der Test- Aktivitäten mit IPTE Brügge, Belgien
  • 2007: Übernahme der Leiterplatten-Bestückung von Barco, Belgien; 15 Jahre IPTE
  • 2008: Übernahme der Platzgummer GmbH; Übernahme TAF3 mit Sitz in Tallin (Estland); Gründung IPTE Mexico
  • 2009: Beschluss zur Ausgliederung des Geschäftsbereichs Automatisierung
  • 2010: Verkauf des Geschäftsbereichs Factory Automation (F.A.) an Huub Baren und Vladimir Dobosch mit Wirkung zum 1.1.2010. Mit dem Verkauf der Automatisierungs-Sparte führt der Geschäftsbereich Auftragsfertigung seine Aktivitäten alleine unter dem Namen Connect Group weiter.
  • 2011: Gründung IPTE FA Rumänien; Eröffnung IPTE Service Center in Brasilien; BRC Test wird IPTE Vertretung in der Türkei
  • 2012: 20 Jahre IPTE
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