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Ein langer Weg zum Semiconductor-Mekka

Europäische Messe für Halbleiterfertigung in München im Zeichen des Booms
Ein langer Weg zum Semiconductor-Mekka

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Die Semicon Europa, die demnächst vom 3. bis zum 7. April auf dem Münchner Messegelände in Riem stattfindet, zieht zum zweiten Mal die europäischen Spezialisten der Halbleiterfertigung in die bayerische Metropole. Walter Rössger, europäischer Vice President von Semi, verdeutlicht. „Wir haben uns sehr bemüht, neben der sehr interessante Ausstellung auch ein attraktives Informationsprogramm für europäische Besucher auf die Füße zu stellen“. Nachdem jetzt wieder die Zeichen auf einer sich gut entwickelnden Halbleiterkonjunktur stehen, dürfte der Event eine Rekordbeteiligung erleben.

Die einzige, jährlich stattfindende europäische Leitmesse für Halbleiterfertigung, Material und Service ist diesmal spezial fokussiert auf Backendaufgaben wie Assembly, Pack-aging und Test für die ein TAP-Pavillion installiert wird. Im sehr ausführlichen Rahmenprogramm finden sich viele wichtige Informationssessions und Tagungen, darunter Konferenzen zum Thema Fertigungstest und Halbleiterfertigung. Weitere Highlights sind Advanced-Packing, der Übergang zur Fertigung von 300-mm-Scheiben, chemisch-mechanisches Polieren, Lithografie, Kupfertechnik oder Dielektrika usw. Im direkten Anschluß an den Münchner Event gibt es in Grenoble am 7. April eine Konferenz zum Themenbereich Management von Waferfabs. So muß man wohl länderübergreifend Business auf europäischer Ebene verstehen und durchführen: die Messe als Mittelpunkt an einem attraktiven Ort mit großem Umfeld und Einzugsbereich, spezielle Tagungen an einem besonders gut geeigneten Ort wie Grenoble, der gute Links zu den zahlreichen südeuropäischen Waferfertigungen hat und pflegt.

Wenn man vom Weg der Semicon Europa nach München spricht, darf man das Procedere, das sich über viele Jahre hinzog, durchaus als „schwere Geburt“ bezeichnen. Die Verhandlungen zwischen den Akteuren – hier die Semi Organisation aus dem kalifornischen Mountainview, da eine schwerfällige Messe München – haben sich elend lang hingezogen, ja drohten gar zu scheitern. Das Präjudiz, das hier geschaffen wurde, war für die bayerischen Messemacher eine große „Kröte“, die es erstmal zu schlucken galt: eine „fremde“ Messe soll in ihre gehüteten Hallen kommen. Aufschlußreich ist, daß in dieser Situation der „Clint Eastwood“ der bayerischen Staatsregierung, Wirtschaftsminister Otto Wiesheu, der auch den Hauptträger der Messegesellschaft vertritt, in seiner praktisch orientierten Macherart auch mal nachhaltig auf den Tisch klopfen mußte, damit diese Lösung endlich Gestalt annehmen konnte.
Inzwischen, das kann man feststellen, sind die Akteure, Aussteller und Besucher mit der Semicon Europa auf demMünchner Messegelände versöhnt. Zwar ist sie in Riem eine der kleineren Veranstaltungen, aber als Leitmesse der europäischen Halbleiterfertigung unterm Strich wichtiger als das, was man zu diesem sehr wichtigen Thema alles auf die gigantomanischen Productronica packte und leider auf diesem Super-Event nicht gebührend zur Geltung kam. Aber solange die Leitmesse der europäischen Elektronikfertigung, die Productronica, im 2-Jahres-Rhythmus stattfindet, wir halt geklotzt was die wirtschaftliche Entwicklung hergibt – oder auch nicht. Gerhard B. Wolski
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