Kosteneffektive Qualitätssicherung mit einem Desktop AOI-System Erfurter Auftragsfertiger mit Prüflösung aus Jena - EPP

Kosteneffektive Qualitätssicherung mit einem Desktop AOI-System

Erfurter Auftragsfertiger mit Prüflösung aus Jena

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Wenn man in Thüringen auf Fußball zu sprechen kommt, so sind die Städte Erfurt und Jena mit ihren Clubs FC Rot-Weiß und FC Carl-Zeiss wie Feuer und Wasser. In der Wirtschaft ist es genau entgegengesetzt, wie das Beispiel eines Erfurter Unternehmens zeigt, das mit Testequipment aus Jena seine hohe Qualität sicherstellt.
Göpel electronic, Jena & Ertron, Erfurt
Der Auftragsfertiger und Dienstleister Ertron (Elektronische Werkstätten Erfurt) wurde als Spin-Off des früheren VEB Mikroelektronik „Karl Marx“ Erfurt im Oktober 1992 gegründet. Seitdem ist der Spezialist für kundenspezifische Entwicklung und Fertigung von elektronischen und elektromechanischen Komponenten ein Unternehmen, das hochqualitative und sicherheitsrelevante Baugruppen für Kunden Im Investitionsgüterbereich wie Sicherheits- und Gebäudetechnik, Biologie- und Medizintechnik, Verkehrsmesstechnik oder aber Banken fertigt. Das Unternehmen hat sich dabei auf die Produktion von kompletten elektronischen Geräten, Einschüben und Systemen spezialisiert und arbeitet ausschließlich als Zulieferer und Dienstleister. Das Serviceangebot des Erfurter Unternehmens reicht dabei von der Entwicklung, inkl. Produktkonzeption, Hard- und Softwareentwicklung, Schaltungs- und Layoutentwicklung, über Logistik, Einkauf und Lagerhaltung bis hin zur Produktion elektronischer Baugruppen. Im Bereich der Elektronikfertigung werden Leiterplatten im kleinen bis mittleren Stückzahlbereich von 1 bis 1000 unter Verwendung von SMD und THT-Bauelementen hergestellt.
Qualitätshohe Produkte
Da man größten Wert auf die Qualität seiner Produkte legt, wurde natürlich auch die Notwendigkeit erkannt, diese Qualität sicher zu stellen. Da das Unternehmen kleine Losgrößen fertigt, würde sich der Einsatz eines teuren Testsystems erst nach langer Zeit rentieren.
Also entschied man sich dafür, ein System für die Automatische Optische Inspektion (AOI) von bestückten Leiterplatten anzuschaffen. Aber auch hier mussten sich Kosten und Nutzen die Waage halten. Man evaluierte unter einer ganzen Reihe von Systemen und kam zu der Erkenntnis, dass beispielsweise ein Scannersystem trotz geringer Investitionskosten qualitativ nicht ausreichend, und außerdem zu langsam gewesen wäre. Auch ein Inline-AOI wäre eher unrentabel gewesen, da teilweise nur sehr geringe Stückzahlen einer bestimmten Baugruppe gefertigt werden.
Der Dienstleister untersuchte nun den Markt der Desktop-AOI und verglich verschiedene Systeme miteinander. Reinhard Probandt, der Geschäftsführer, erzählt: „Da gab es teilweise sehr nette Ideen, die aber qualitativ nicht ausreichend waren.“ Er wusste, dass das CiS Forschungsinstitut für Mikrosensorik und Photovoltaik in Erfurt ein AOI-System von Göpel electronic aus dem benachbarten Jena einsetzte. Diese Referenz war entscheidend und so nahm man Kontakt zu dem Hersteller auf. Für ein AOI-System des Jenaer Unternehmens sprachen natürlich ein gewisser Lokalpatriotismus, die räumliche Nähe und die Tatsache, dass Jena als Wiege der Optik und Feinmechanik auch heute noch als Zentrum mit hohem Know-how gilt. Außerdem sprach für die eingesetzte AOI-Software gegenüber anderen Anbietern vor allem die einfache Prüfprogrammerstellung und Modellbibliothek.
Ertron entschied sich schließlich für ein OptiCon SmartLine, das Auftischgerät des Herstellers. „Den Ausschlag für die Anschaffung eines Desktop-AOI-Systems haben Kosten-Nutzen-Abwägungen, das zu prüfende Volumen und die Mobilität gegeben“, sagt Reinhard Probandt. Das OptiCon SmartLine wurde mit Untertisch auf Rollen bestellt, da „das System doch ein entsprechendes Gewicht hat und ab und zu bewegt werden muss“, so der Geschäftsführer. Die Erfurter verzichteten bewusst auf die Schrägblick-Option, da die Standardausführung für die meisten Prüfbelange ausreichend ist.
Inspektion mit kleinen Losgrößen
Das AOI-System wird seit Anfang 2009 für Losgrößen ab 50 Stück, bei wiederkehrenden Baugruppen oder auf Kundenwunsch eingesetzt. Im Vergleich zur manuellen Inspektion, die bei kleineren Losen durchgeführt wird, ergibt sich eine Zeitersparnis von – je nach Leiterplatte – mehreren Minuten pro Baugruppe.
Derzeit werden etwa 50 aktive Baugruppen mit dem Prüfsystem inspiziert, wofür ca. 20 verschiedene SMT AOI-Prüfprogramme verwendet werden. Das System wird als Programmier- und Offlinearbeitsplatz eingesetzt. Die Testaufgaben umfassen dabei die Überprüfung auf Anwesenheit sowie Lage und Polarität, Lötstellenkontrolle und Kurzschlussprüfungen an ICs und Steckverbindern. „Damit entlasten wir die nachfolgenden elektrischen und manuellen Prüfungen und reduzieren die Fehlerquote“, erklärt Reinhard Probandt. Perspektivisch ist angedacht, auch das Statistik-Modul in der Software OptiCon Pilot zu nutzen, doch dafür besteht aufgrund der geringen Anzahl an verschiedenen Leiterplatten bisher keine Notwendigkeit.
Auf das Pferd AOI gesetzt zu haben, hat sich für das Erfurter Unternehmen von Vorteil erwiesen. Die hohe Qualität der gefertigten Baugruppen konnte in nur einem halben Jahr nicht nur in der erforderlichen Höhe sichergestellt sondern sogar noch optimiert werden. „Als Erfurter auf eine Jenaer Lösung zu bauen, hat sich auf jeden Fall gelohnt“, sagt Reinhard Probandt.
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