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„Machen Sie Ihr ERP-System zum Elektronik-Spezialisten“

Top-Interviews
„Machen Sie Ihr ERP-System zum Elektronik-Spezialisten“

Foto: Perzeptron
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„Die Prozessoptimierung ist eines der wirksamsten Instrumente zur nachhaltigen Verbesserung der gesamten Materialwirtschaft.“ Mit diesen Worten steigt der Geschäftsführer von Perzeptron, Dipl.-Kfm. Markus Renner, in das Thema ein.

Einkauf und Materialwirtschaft in Zusammenhang mit der Fertigungsplanung und Fertigungssteuerung sind weit mehr als ein rein operatives Geschäft. Das Softwaretool MiG (Material im Gleichgewicht) verspricht neben Effizienzsteigerung in der Elektronikfertigung auch die Einsparung von Zeit und Kosten. Im Gespräch erfahren wir, wie sich die Lösung vorteilhaft und gewinnbringend einsetzen lässt.
Herr Renner, Sie bieten MiG – Materialwirtschaft im Gleichgewicht – an. Was bewirkt das Softwaretool?
MiG ist eine Software, die angedockt an eine ERP, Informationen über die Materialplanung und -steuerung einfach und verständlich darstellt und somit dazu beiträgt, dass effizient richtige Entscheidungen getroffen werden können. In heutigen ERP-Systemen sind alle notwendigen Fakten und Informationen enthalten. Allerdings liegen diese Informationen nicht so aufbereitet vor, um klare Entscheidungen treffen zu können. Hier setzt MiG an, denn auf Grund der klaren graphischen Struktur und des Interfaces der Software, kann der User schnell erkennen, wo er in einen Bauteilengpass gerät, wo er unnötig Kapital durch Lagerbestände bindet, wo er Fertigungsschritte verschieben muss und welche Bauteile mit hohe Priorität bezogen werden müssen.
Wo hat der Anwender Vorteile, wenn er diese Lösung benutzt?
MiG erlaubt einen schnellen Überblick über sämtliche Materialprobleme eines Fertigungsauftrages bzw. Lieferauftrages zu gewinnen und dies über die gesamte Stückliste und alle Fertigungstiefen. Auf einen Blick wird mit Hilfe der Engpassbetrachtung der kritische Pfad deutlich, an dem sich der Einkäufer, aber auch die Fertigung ausrichten muss. Darüber hinaus ermöglicht MiG dem Einkauf zu erkennen, welche Materialbestellungen u.U. zu früh kommen, bzw. überhaupt nicht mehr benötigt werden, da eventuell der Auftrag durch den Kunden storniert wurde. Diese Aufgabe können viele Einkaufsabteilungen gar nicht bearbeiten, da entsprechende Funktionen in der ERP fehlen. Die Folge sind Mehraufwand und gegebenenfalls unnötige Bauteillieferungen.
Wen sprechen Sie damit an?
MiG ist ein Werkzeug für alle Mitarbeiter eines Elektronikherstellers, die mit den Aufgaben der Auftrags- und Materialsteuerung beschäftigt sind: Einkauf, Fertigung, Vertrieb aber auch Geschäftsführung..MiG stellt für alle Beteiligten Informationen zusammen, die diese in ihrer täglichen Arbeit benötigen. Der gesamte Auftragsdurchlauf wird aus der Perspektive der Materialsteuerung transparent dargestellt. Stellen Sie sich die klassischen „Montagsrunden“ vor, in denen zwischen Einkauf, Fertigung und Vertrieb diskutiert wird, wann und ob welche Lieferung verschickt werden kann. Mit MiG werden diese Runden unnötig, da alle Beteiligten durch den Einsatz der Software jederzeit sehen, wo welcher Auftrag gerade steht. Wichtige Unternehmenskennzahlen wie Liefertermintreue und Kapitalbindung sollten durch die MiG-Nutzung nachhaltig verbessert werden. Die Geschäftsführung kann auf einen Blick erkennen, wo Kapital durch Fehlbestellungen oder zu frühe Lieferungen gebunden wird, und Maßnahmen dagegen ergreifen.
Alles in allem führt MiG auch dazu, dass sich die interne Kommunikation in Unternehmen verbessert, denn viel Konfliktpotential wird durch die transparente Darstellung in MiG vermieden. MiG kann also auch dazu beitragen, dass Mitarbeiter und somit auch Kunden zufrieden sind.
Industrie 4.0 ist derzeit in aller Munde. Wie kommen Sie da mit MiG ins Spiel? Wie sieht eine konkrete Umsetzung aus?
MiG ist hierfür eine vorbildliche Lösung. Es geht im Kern darum vorhandenen Daten aus der ERP so darzustellen, dass die richtigen Entscheidungen getroffen werden können. MiG ist beispielgebend für eine Software, die die hohe Bedeutung des Informationsmanagements für Industrieunternehmen erkannt hat. Unternehmen in der Industrie sind traditionell führend bei der Suche nach innovativen Fertigungslösungen. Es wird Zeit, dass sich dies auf das Informationsmanagement in den Unternehmen überträgt.
Gibt es dazu immer wieder Updates?
Ja, MiG wird kontinuierlich weiterentwickelt. Die zunehmende Verbreitung von MiG in Fertigungsunternehmen der Elektronikindustrie sorgt für kontinuierlichen Input, der in die Weiterentwicklung von MiG einfließt.
Wo sehen Sie die künftigen Trends?
Das ist sicherlich ein weites Feld. Bezogen auf die Fertigung von Elektronik gilt es, einen Innovationsrückstand für das Informationsmanagement im Bereich der Auftrags- und Materialdisposition aufzuholen. In der Elektronikfertigung reden wir über Bestückungsleistungen von 5 – 120.000 Bauteile in der Stunde, bei der Materialsteuerung suchen wir jedoch teilweise die Informationen noch aus Ordnern und Excel-Listen raus.
Sind Sie Aussteller auf der productronica?
Ja, auf dem Gemeinschaftsstand des Clusters Mechatronik & Automation.
productronica, Stand A2.541
„Keine Produktionsengpässe mehr — dank MiG“
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