Hands-on Support bei Prozessintegration und Digitalisierung SMT Center of Competence in München - EPP

Hands-on Support bei Prozessintegration und Digitalisierung

SMT Center of Competence in München

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Weit mehr als nur Show Room oder klassisches Applikationszentrum ist das SMT Center of Competence (CoC), welches das SMT-Team von ASM in München etabliert hat. Der Anspruch: Elektronikfertiger können sich mit allen Prozessfragen zur SMT-Fertigung an das SMT CoC-Expertenteam wenden – vom Schablonendesign bis zum Löten, von NPI bis Traceability.

Mit dem SMT Center of Competence hat SMT-Lösungsanbieter ASM einen Publikumsmagneten geschaffen: Bis zum Ende des Jahres werden über 2.000 Besucher von mehr als 600 Unternehmen das Prozess- und Innovationscenter in München besucht haben. Was ist das Geheimnis dieses Erfolges?

Im Zentrum des SMT CoC stehen produktionsbereite SMT Linien – inklusive vor- und nachgelagerter Bereiche wie Lager-, Planungs- und Inspektionssysteme oder Programmierstationen. Hier zeigen und vernetzen ASM Prozessexperten die neuesten Lösungen für die Smart #1 SMT Factory, implementieren und integrieren Prozesse für alle Bereiche und Fertigungsschritte der SMT Fertigung.
Eine weitere Besonderheit: In diese Prozesse sind Lösungen von ASM-Industriepartnern eingebunden, um komplette Prozessketten aufbauen zu können.
Die Redaktion der EPP hat mit den ASM-Verantwortlichen für das SMT Center of Competence gesprochen. Im Interview erläutern Bernhard Fritz und Christoph Oeckl das Konzept und beschreiben, wie und bei welchen Fragenstellungen Elektronikfertiger die Münchener Einrichtung für sich nutzen können.
Auch andere Hersteller haben Demo Center. Was ist das Erfolgsgeheimnis des SMT Center of Competence?
Bernhard Fritz: Wir haben festgestellt: Die klassischen Demo Center sind Einbahnstraßen. Der Hersteller zeigt lediglich, was er kann – und auch das meist nur abstrakt und nicht in praxisnahen Linienaufbauten. Wir bieten im SMT CoC mehr. Hier führen wir einen realen, intensiven Dialog mit unseren Kunden, diskutieren deren Herausforderungen und demonstrieren live an konkreten Linienlösungen, wie sich diese lösen lassen.
Christoph Oeckl: In Zeitschriften, auf Messen und Events kursieren viele fantastische Zukunftsvisionen zu den Themen Industrie 4.0, Industrial Internet und Smart SMT Factory. Viele davon sind von der heutigen Realität weit entfernt und verwirren mehr als sie informieren. Im SMT CoC können wir den Besuchern zeigen und erlebbar machen, wie sich die Digitalisierung jetzt auf SMT-Prozesse auswirkt, wie sich diese Fortschritte nutzen lassen und wie die Smart #1 SMT Factory schrittweise aufgebaut werden kann. Das ist eine Riesenhilfe für die Elektronikfertiger. Aktuell sind wir einzige Hersteller, der das leistet.
Können Sie konkrete Beispiele für Aktivitäten des SMT CoC nennen?
Bernhard Fritz: Die Spannweite ist enorm, weil diese Aktivitäten aus den Anfragen der Besucher und Industriepartner entwickelt werden. Da sind zunächst mal die Klassiker: Anfragen im Rahmen von Investitionsprojekten. Wir zeigen mit welchen Lösungen der Kunde seine Anforderungen zukunftssicher erfüllen kann. Doch schon hier beginnen die Besonderheiten: Wir untersuchen das für die gesamte SMT-Linie – vom Druck und Druckparametern bis zum Reflow und Wärmeprofilen. Und wir demonstrieren konkret an der Linie, fertigen, was der Kunde künftig fertigen will, und ermitteln, was in puncto Qualität und Effizienz erreichbar ist. Im Zentrum des SMT CoC steht immer der Gesamtprozess, nicht einzelne Linienkomponenten. Daneben richten wir offene und geschlossene Workshops aus. Eine weitere echte Stärke: Wir verfügen im SMT CoC über Kompetenzen und hochmodernes Equipment für spezielle Untersuchungen.
Was für Untersuchungen sind das genau?
Christoph Oeckl: Hier geht es ins Detail. Ein Beispiel: Warum genau macht ein bestimmtes Bauteil Probleme in einem Prozessschritt? Ob Hochgeschwindigkeitskamera, Expertensysteme wie ASM ProcessExpert mit 5D-AOI, 3D-Präzisionsmikroskop oder modernste Analyse-Software und -methoden – wir haben die entsprechenden Spezialsysteme und Fachleute vor Ort. Und: Während andere Hersteller nur so weit untersuchen, wie ihre eigenen Lösungen betroffen sind, gehen wir weiter – bis wir eine Lösung für das Problem gefunden haben. Die nachhaltige Stabilisierung des Bestückprozesses erfordert oft mehr als Veränderungen von Bestückparametern oder Pipetten. Vielfach braucht es ein gezieltes Zusammenspiel von Anpassungen bei Schablonendesign, Druckparametern, Lotpaste und im Bestückprozess, um Yield-Raten auf das geforderte Niveau zu bringen. Wir leisten im SMT CoC genau diese Hilfe und weisen dann an den SMT-Linien im SMT CoC nach, dass es funktioniert.
An welches Publikum richtet sich dieses Angebot? Was machen kleine Hersteller oder EMS-Unternehmen?
Christoph Oeckl: Ob große oder kleine Elektronikfertiger ist uns im SMT CoC grundsätzlich egal. Wir stellen die Prozesse in den Vordergrund. Längst bieten wir ja auch speziell entwickelte, kosteneffiziente Druck- und Bestücklösungen für kleine Fertigungen. Aus Prozesssicht sehr interessant: Diese Kunden müssen oft flexibler als große Hersteller und EMS-Fertiger arbeiten, auch können sie Bauteilsortierungen und Umgebungsparameter weniger beeinflussen. Bei den Themen Automatisierung oder Prozessintegration müssen gerade diese Kunden mit deutlich spitzerer Feder rechnen – für uns als Lösungslieferant eine Herausforderung. Aber wenn Industrie 4.0-Konzepte sich künftig auf breiter Front durchsetzen sollen, müssen wir beweisen, dass sich Digitalisierung und Vernetzung auch in kleinen Fertigungen rechnen, Qualität und Effizienz deutlich erhöhen. Beispiel: moderne Lösungen für Materialfluss oder Fertigungsplanung. Vielen kleinen Fertigungen fehlen die Fachleute, um ROI und Machbarkeit solcher Lösungen über den gesamten Prozess zuverlässig zu ermitteln. Bei uns finden sie Hilfe.
Wie wenden sich Fertiger an das SMT CoC?
Bernhard Fritz: Die einfachste Möglichkeit sind sicherlich unsere offenen SMT CoC-Tage. Aktuell veranstalten wir die CoC-Tage alle zwei Monate. Im Zuge der Veranstaltung können Interessierte die Möglichkeiten des CoC besichtigen, meist stellen wir auf der Agenda bestimmte Schwerpunktthemen in den Mittelpunkt. Ein fester Bestandteil ist auch eine Experten-Sprechstunde in der die Besucher den Präsentatoren und Technik-Experten (zum Beispiel für Sonderpipetten und -greifer) alle Fragen stellen können, die ihnen am Herzen liegen. Die aktuellen Termine können Interessierte über das Internet (http://www.asm-smt-solutions.com/de/CoC) einholen.
Wer als Elektronikfertiger unternehmensspezifische Fragen untersuchen will, sollte sich über seinen ASM Vertriebskontakt an das SMT CoC wenden und Termine individuell vereinbaren. Anfragen für Workshops, Consultings und Untersuchungen können auch über unsere Distributions- und Industriepartner an uns gerichtet werden. Viele dieser Partner nutzen das SMT CoC auch für eigene Veranstaltungen – einfach weil sich hier mehr Möglichkeiten bieten. Die Smart #1 SMT Factory braucht Vernetzung – auch zwischen verschiedenen Partnern und verschiedenen Anbietern. Das wird in Zukunft immer wichtiger werden und wir forcieren dies über ein aktives, systematisches Partnermanagement.
Letzte Frage – was ist aus Sicht von ASM das aktuelle Highlight im SMT Center of Competence?
Christoph Oeckl: Das wird darauf ankommen, wen Sie bei uns fragen. Für unsere Prozessexperten sind es sicherlich Lösungen wie das erste Expertensystem und 5D-AOI ASM ProcessExpert oder ein KUKA-Roboter, der seine Einsatzmöglichkeiten in der Materialversorgung zeigt.
Unser Service jubelt über die Möglichkeiten, komplette Fertigungsprozesse von Kunden an Linien abbilden und untersuchen zu können. Und natürlich über die Spezialsysteme, die wir dabei zum Einsatz bringen können. Außerdem zeigt unser Service gerne unser „State-of-the Art“ Kommunikationstool „Remote Smart Factory“ mit dem unsere Experten Ihnen sofort helfen können. Im SMT CoC zeigen wir diese über eine Live-Schaltung auf das Produktionsequipment in unserer eigenen SMT Elektronik-Fertigung.
Unsere Produktentwickler sehen die Chance, neue Entwicklungen aus dem Bereich Industrie 4.0 im integrierten Einsatz an der SMT-Linie demonstrieren zu können und so verlässliche Daten über deren Hebel auf Effizienz und Qualität zu bekommen.
Unser Vertrieb, unsere Vertriebs- und Industriepartner sind überzeugt, dass über das SMT Center of Competence eine völlig neue Qualität im Dialog mit den Kunden erreicht wird. Auch wenn Sie Besuchern diese Frage stellen, werden Sie viele verschiedene Antworten bekommen. Eine Gemeinsamkeit aber bleibt: Das Konzept und die Möglichkeiten des SMT CoC überzeugen – dafür spricht schon die enorme Nachfrage nach Terminen.


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