Blechbearbeitung für den Glasfaserausbau

Individuelle Gehäuse durch Kooperation

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Bis 2025 strebt die Regierung deutschlandweit den Ausbau gigabitfähiger, konvergenter Netzwerke an. Übertragungsgeschwindigkeiten von Daten in den Terabit-Bereich sowie geringe Leistungsverluste und Störungen durch elektromagnetische Einflüsse sind positive Eigenschaften dieser Technologie. Stadtwerke und Telekom bauen kontinuierlich die Glasfaserverbindungen zu den Endkunden aus.

Matthias Jungbeck, Product Line Manager & Engineering ZVK

Die Glasfaserverbindung zum Schreibtisch und Rack übernimmt die ZVK GmbH, die sich in diesem Bereich positioniert: Gemeinsam mit ihrem Partner der Berthold Sichert GmbH erstellt sie kundenindividuelle Gehäuse und übernimmt damit die komplette Bandbreite an Bedürfnissen.

Die Kernkompetenz Sicherts liegt in der Entwicklung funktionaler Lösungen. Beginnend mit dem ersten Projektgespräch über den Musterbau, der Fertigung von Prototypen oder individuellen Sonderlösungen und Einzelstücken bis hin zu Großserien kann das Unternehmen auf eine langjährige Erfahrung zurückgreifen. Das passende Gehäuse zu den angefragten Spezifikationen wird durch die eigene Kunststoff-Spritzguss-Fertigung und das interne Blechbearbeitungszentrum zügig angeliefert. Infolge einer Kundenanfrage für eine kosteneffiziente Lösung im Bereich des FTTX-Ausbaus für ein Mittelständisches Unternehmen, musste das Unternehmen für jenes Innenleben allerdings auf einen Partner setzen. Die H.D.S. Spleißbox der ZVK stellte dabei die passenden Komponenten. Sie besteht aus einem Sockel als Bündelablage, dem Kassettenträger, sowie 24 Spleißkassetten. Nach Absprache können sie zusammengestellt und auf Wunsch komplett montiert geliefert werden.

Um dem Kunden eine optimale Anwendung zu bieten, starteten beide Unternehmen eine Zusammenarbeit. In der Planungsphase wurde in Kooperation eine neue Blechlösung entwickelt, die auf der Grundkonzeption der ZVK-Lösung aufbaute. Dabei wurde ein Grundträger für bis zu 48 Klappspleißkassetten entwickelt, wobei für den Bündelzugabfang das Prinzip des Unternehmens verwendet wurde. Diese Kassetten eignen sich für zahlreiche Anwendungen, wie etwa die Verbesserung der Bandbreite im Kernnetz.

Aus eins wird mehr

Eine Kooperation, die sich auch für künftige Aufträge lohnen kann: Durch eine stetige Weiterentwicklung an neuen technischen Anforderungen, bietet die Verwendung von AutoDesk Inventor im Haus des Unternehmens, die Möglichkeiten alle gängigen 3D Konstruktionsdatentypen auszutauschen. Somit ist eine sehr offene Zusammenarbeit der beiden Unternehmen gegeben. Ein weiterer großer Vorteil besteht im Technik-Team des Unternehmens, bei dem sowohl die Konstruktion als auch die Arbeitsvorbereitung angesiedelt ist und folglich Musterbauten in sehr kurzen Durchlaufzeit abzubilden sind. Ebenso ist hier die Kompetenz und das Wissen bezüglich Fertigungsmöglichkeiten von kundenspezifischen Produkten in höchster Qualität vorhanden. Planung, Konstruktion und Fertigung aus einer Hand garantieren eine optimale Projektrealisierung.

Somit kann in einer sehr frühen Projektphase über die Produktionsart entschieden werden. Als Möglichkeiten bieten sich die beiden Maschinen vor Ort an, so kann etwa auf der Stanz-Laser Kombimaschine Trumpf TruMatic 1000 oder auf der Revolverstanzmaschine Amada AE-2510 NT gefertigt werden. Jede Maschine hat ihre individuellen Vorteile, wenn zum Beispiel für einen Musterbau spezielle Ausbrüche benötigt werden, dann wird in der Regel auf der TruMatic 1000 gefertigt. Für die Serienfertigung werden dann in der Regel Sonderwerkzeuge erstellt. Unter anderem für die Einbindung von Gewinden direkt auf der Stanzmaschine, womit Zeiten für das Einpressen sowie Einpressteile gespart werden können. Ebenso sind viele Sonderwerkzeuge für die Abkantpresse von Amada und Trumpf verfügbar. Schließlich kann eine Vielfalt an unterschiedlichen Blechen zur Auswahl angeboten werden, darunter Aluminium blank bis hin zu eloxiert, verzinkter Stahl und Edelstahl in den gängigen Dicken von 1,0 bis 2,5 mm. Ebenfalls möglich ist, durch Faserlaser das für Kunden beigestellte Buntmetall zu verarbeiten.

Auch bei weiteren Prozessen sind die Partner flexibel. So steht alternativ die Möglichkeit des Punktschweißens oder Verschraubens zur Auswahl. Letztere empfiehlt sich für Systeme, die modular bleiben sollen. Die zusätzliche Zugentlastungsklemmen und Führungen für Faser- und Kabelablage zur Befestigung und späteren Aufnahme der Glasfaserkabel können ebenfalls in der hauseigenen Pulverbeschichtungsanlage fertiggestellt werden. Spleißkassetten werden auf eigener Spritzwerkzeugen hergestellt und in der aktuellen Kooperation verwendet. Dies wird dann komplett intern umgesetzt, von der Konstruktion bis hin zum Werkzeugbau.

www.zvk-gmbh.de; www.sichert.com

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